James Bond Casino Royal
30.11.2006 - 03:27
Ich war nie ein großer Fan der Bond Filme und konnte daher seiner Karriere im Kino nur selten verfolgen…
Das sich wieder einmal das Gesicht des Agenten wechselte war mir auch völlig egal ![]()
In der Presse wurde Daniel Crag dermaßen zerrissen, ich kann diese Kritik nach dem ich den Streifen gesehen habe überhaupt nicht teilen !
Aber nun der Reihe nach …
Zur Story:
James Bond wird zum 00 Agenten befördert und erhält die Linzens zum töten.
Er soll einen Terroristen aufspüren, jedoch läuft diese Mission schief….
Auf eigener Kappe ermittelt Bond weiter und gerät an einem Geldgeber der Terrororganisation, welcher eine hohe Summe im Casino Royal erspielen muss….
Review:
Das Pokerspiel im Bondstreifen trifft den Puls der Zeit und auch die Charakterzüge des Agenten wirken modern.
Kein Gentleman Style mehr , rau und ungestüm geht`s zur Sache!
Bond ist einfach jedes Mittel recht um seinen Gegner auszuschalten.
Sportlich und attraktive und durch blutige Schrammen gezeichnet, dermaßen Einsatzfreudig habe ich Bond noch in keinem Film erleben dürfen…
Casino Royal lebt nicht von einer Flut an Special Effekts.
Der neue Streifen bringt mit genialen Stunts und einer unterhaltsamen Story ein gewisses Old School Feeling in den Kinosessel.
Genießt den neuen Bond, mehr als nur Popcornkino , ganz bestimmt!
x Durchde x
Würden Metal-Alben vornehmlich nach dem Cover gekauft, hätten wir es hier mit einem Ladenhüter erster Klasse zu tun. Glücklicherweise sollte man hier vom Äusseren nicht auf den Inhalt schließen, denn dann entginge einem ein sehr ordentliches Thrash-Album. Nachdem sie offenbar im Demo-Bereich ziemlich mies abgeschnitten hatten, hoben Demolition Hammer mit ihrem Debut die Leistungskurve an und packten darauf einige hochklassige Songs. Angefangen beim Opener “44 Caliber Brain Surgery” laufen DH vor allem in der Mitte des Albums mit dem Triumvirat “Crippling Velocity” (!!!), “Infectious Hospital Waste” und “Hydrophobia” zur Höchstform auf. Hervorheben kann man vielleicht noch den Abschluss-Track “Cataclysm”, der Rest ist eher Durchschnitt. Stilistisch dürfte dieses Album in etwa in die Nachbarschaft von Malevolent Creation’s “The Ten Commandments” einzuordnen sein, was auch aufgrund der gemeinsamen Produktionsstätte Morrisound nahe liegt. (“Crippling Velocity” hätte sich gut neben “Multiple Stab Wounds” gemacht.)
Der gute alte Hannes!
Bereits auf ihrem zweiten Album “Unorthodox” hatten Edge Of Sanity mit ihrem anspruchsvollen, melodischen Death Metal angedeutet, welches Potential in ihnen steckt. Auf dem Drittwerk “The Spectral Sorrows” ist es ihnen gelungen, dieses Potential auch völlig zu entfalten.
Wie bereits im Review zu Malevolent Creation’s “Stillborn” erwähnt, zockten bei dieser Combo aus Miami, Florida (nicht zu verwechseln, es gibt / gab (?) auch eine gleichnamige Band aus Europa) die im gleichen Jahr (1992) auch bei M.C. auftretenden Rob Barrett und Alex Marquez. Und diese Namen bürgen hierbei für Qualität! Geboten wird feinster, hasserfüllter Florida-(Death)-Thrash mit Hardcore-Einflüssen (denen man u. a. mit dem gelungenen Cover von Carnivore’s “S.M.D.” Tribut zollt). Angetrieben vom Marquez’ unvergleichlichem Drumming (mit dem er auch Resurrection’s “Embalmed Existence” veredelte) und Barrett’s aggressiven Vocals hauen die Amis der geneigten Hörerschaft neun akkustische Dreschflegel um die Ohren, meist im oberen Tempobereich angesiedelt, allerdings niemals zu stumpf drauflosbolzend, sondern stets mit geschickt eingestreuten Variationen und Moshparts. Tracks wie z. B. “Cleansed of Impurity” oder “Survival Reaction” sind Hassgeschosse erster Kajüte. Kein Wunder, wenn man sich die Thanx-Liste der Einflüsse im Booklet betrachtet (u. a. Slayer, Possessed, Exodus, Terrorizer etc.)
Mal wieder eines dieser Alben, bei dem man sich nicht von der Tracklist auf dem Backcover irreleiten lassen sollte. Denn während man nach dem Klavier-Intro von “Vassago” eigentlich auf einen naheliegenden (d. h. furiosen) Beginn wartet, wird dieser Eingangstrack erst mal unerwartet doomig fortgeführt, und auch hinter dem folgenden “Forewarning” verbirgt sich ein weiteres (kurzes) Intro. Dann endlich bricht mit Track Nr. 3 die eigentlich erwartete Hölle über den mittlerweile ungeduldig mit den Fingern auf dem Tisch trommelden Hörer herein. Und wie! Mit “Extinction Level Event” und den folgenden “Failed Extraction” und “Deadly Deception” gibt’s drei gnadenlose Death Metal-Bretter um die Ohren, die sich gewaschen haben, ehe es (mit dem Beginn von) “Fleshcraft” mal eine merkliche (kurze) Verschnaufpause gibt (hält nicht lange!).
Standen Destruction beim Erstellen des Vorgänger-Werkes “All Hell Breaks Loose” noch unter dem Druck, sich nach der langen “Pause” (d. h. vor der Reunion im 2/3-Classic-LineUp) erstmal wieder beweisen zu müssen, dürfte das bei “The Antichrist” eine weitgehend entspanntere Angelegenheit geworden sein. Nach diversen gelungenen Comeback-Shows konnten sich Schmier & Co. ihrer Sache bedeutend sicherer sein, und das hat dem Album sichtlich gut getan. Auch wenn manch einer im Nachgang “All Hell…” herunterspielen mag, war es kein schwaches Album, “The Antichrist” präsentiert halt eine wesentlich besser eingespielte Band mit verbessertem Songwriting.
“Musik aus dem blauen Kellergewölbe”
