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    So Finster die Nacht – Review

    29.05.2009 - 17:52

    So Finster die Nacht, eine weitere Bestseller Roman Verfilmung, wann geht dieser Trend vorüber? Die Story war mir nicht bekannt und erwartete nach dem Cover zu urteilen Popcorn Kino in anständiger Horror/Thriller Manier. Verwundert war ich allerdings darüber, dass der Film schon ab 16 Jahren freigegeben ist. Aber das hat ja heute nichts mehr zu sagen… Nachdem ich den Film gesehen hatte, war ich völlig überrascht. Ich habe zwar mit etwas anderem gerechnet, aber dafür was feines, unerwartetes zu Gesicht bekommen…

    Anfänglich stimmte mich – So Finster die Nacht – mit den beiden 12jährigen in Schweden spielenden Charakteren auf einen Kinderfilm ein. Die Erzählweise bot einen guten Spannungsbogen und es wurde sich viel Zeit für die Gefühlslage der Beiden genommen. Es bedurfte nicht vieler Dialoge. Trostlosigkeit wurde prima durch langweilige Wohnsiedlungen, Emotionen z.B. durch den fallenden Schnee zum Ausdruck gebracht.

    Die Geschichte erzählt von einer aufkeimenden Liebe zu einem Vampir. Ein unbeholfener Junge, der von seinen Klassenkameraden gehänselt wird erlangt Schutz von seiner neuen Bekannten. Sein größter Wunsch ist die Rache seiner Peiniger und so sammelt er heimlich Zeitungsausschnitte von Mordanzeigen und anderen Gewalttaten…
    Überraschend fand ich die kurz eingeschleusten Horror Szenen, mit blutverschmierten Gesichtern und abgerissenen Gliedmassen. Es wurde genau die richtige Dosis gefunden, ohne zu sehr von der Story abzulenken.

    So Finster die Nacht könnte ohne diese Szenen eine abgespeckte Version von – Twilight – sein, hat jedoch einiges an Eigenständigem zu bieten. Ich glaube das Buch muss ich mir mal gönnen …

    Durchde


    Good bye, Logo von Neil Boorman

    29.05.2009 - 17:49

    Ich habe gerade Good bye, Logo von Neil Boorman gelesen. Selten dass mich ein Buch derart nachdenklich gestimmt hat. Das informative Werk erzählt nicht nur die Geschichte der Marken und die der Käufer, es erzählt die Geschichte eines Mannes, der diesem blinden Wahn entspringen möchte.

    Good bye, Logo ist in der Form eines Tagebuches geschrieben, dass die Ereignisse vor und nach der öffentlichen Verbrennung Neils Markenartikel dokumentiert. Diesen Selbstversuch hat er in seinem Blog protokolliert und erhielt meist böse Kommentare.
    Das Buch erzählt außerdem von Neils Psychose mit der er sich in Behandlung begibt. Er fühlt sich bis über das Ende seines Markenkonsums hinaus ständig zwischen zwei Welten hin und her gerissen. Die Suche nach alternativen Produkten stellt sich nicht so einfach dar wie geglaubt. Kosmetika wollen selbst gefertigt und labellose Kleidung gefunden werden. Am Ende stellen sich die Fragen, ob z.B. Biokost heute nicht auch eine Art Marke verkörpert und wo die Grenzen des möglichen De-Branding liegen…

    Good bye, Logo hat mich bis zum Ende gefesselt und oft zum nachdenken gebracht.
    - Wir alle kriegen den Hals nicht voll und merken es meist noch nicht einmal. Ich stelle mir nun Fragen wie: Macht eine Blueray einen Film wirklich besser? Das Bild ganz bestimmt. Doch in der Mitte unter guten Freunden würde derselbe Film auch auf einem VHS Tape funktionieren. Das gleiche gilt für Computer, Mac vs. PC oder bei den Musikmedien. Oft verschenken wir viel zu viel Zeit an das Ranschaffen neuer Waren, als dass wir Zeit hätten diese zu würdigen. Oft ist der wirtschaftliche Nutzen eines teueren Produktes nicht erkennbar.

    Ich kann und will nicht völlig auf Marken verzichten. Allerdings werde ich mir heute vermehrt Gedanken über den Sinn und Nutzen diverser Dinge machen.
    Das Leben kann so schön sein. Man muss nur sein eigenes leben, sich nicht blenden und sich nicht durch Werbung emotionalen Glückseligkeiten vorgaukeln lassen.

    Durchde