
Seit dem Bellyfeel Album habe ich Punk ’D Royal in mein Herz geschlossen. Leider sind mir alle Konzerte der drei sympathischen Indirocker durch die Lappen gegangen. Eine Record Releaseparty zum neuen Album – Little Red Books – in Düsseldorf konnte ich mir nun wirklich nicht entgehen lassen.
In netter weiblicher Begleitung schlug ich natürlich wieder viel zu früh auf. Die schnuckelige Lokation, das Pretty Vacant, hatte noch geschlossen. Passenderweise fing es gerade an zu regnen, als wir beschlossen etwas essen zu gehen.
Wieder am Club angekommen, hatte dieser immer noch geschlossen. „Alex“ sei gerade erst aufgeschlagen. Wer ist Alex? Diese wichtige Persönlichkeit, namentlich benannt, sollte mich noch des öfteren heute beschäftigen. Muss wohl eine bekannte Szenengröße sein. Ich hielt meinen Mund und nickte aus Peinlichkeit meiner Unwissenheit verlegen, aber anerkennend. Hätte ich mir das Konzertplakat mal etwas genauer angesehen, wäre mir aufgefallen dass die „Vorband“ Alex Amsterdam hieß
Allright. Wir genossen die letzten Sonnenstrahlen mit Ausblick auf den Rhein und machten uns irgendwann wieder auf zum Pretty Vacant. Dort angekommen herrschte nun reges Treiben. Ich hatte noch nie so viele Mädels auf einem Konzert gesehen. Sollte ich mich an der Türe vertan haben und für ein Konzert einer Boy Group anstehen? Das reichhaltige Merchandise von Punk ’D Royal am Einlass zeigte mir dann doch richtig zu sein und so ließen wir uns zufrieden an der Bar nieder. Nach einem Smalltalk mit der Band schauten wir uns den in einem Gewölbekeller gelegenen Konzertraum an. Vorsicht war an der schlecht beleuchteten Treppe geboten. Blindflug vorprogrammiert! Alles recht eng dort, aber dennoch schnuckelig.
Es dauerte nicht lange bis das Duo Alex Amsterdam ihr Set begannen. Keyboard, Gesang und Akustikgitarre ergaben einen flotten, melodischen Indi Pop. Der Mix knallte fett aus den Boxen, der Mischer meisterte seinen Job perfekt. Anfänglich dachte ich, dass ihre Song nach ein bis zwei Songs schnell langweilig werden würde. Jedoch entpuppten sich die beiden Musiker als Entertainer und hatten ihr Publikum in der Hand. Es war amüsant Alex Amsertdam’s Ansagen zu lauschen, cool, dass es mal auf Shows etwas zu lachen gab. Deren CD wurde für unglaubliche 1 Euro raus gehauen, fast geschenkt. Als Zugabe gab es zwei Coverversionen in Koalition mit Punk ’D Royal. In Erinnerung geblieben ist mir eine coole Interpretation von The Smiths – There is a light that never goes out –.
Mit Punk ’D Royal ging es nun deutlich lauter zur Sache. Schlagzeug und Bass knallte in die Magengegend und ließen das Tanzbein zucken. Zur Release Party gab es natürlich viele neue Songs, welche wie ihre Klassiker begeistert von den Fans aufgenommen wurden. Das Trio legte eine großartige Spielfreude an den Tag und ihr Schlagzeuger ist wahrlich ein Meister seines Faches.
Ich finde es absolut bemerkenswert wie weit die junge Band heute schon ist. Mühelos wird neben dem Spielen der Instrumente und dem Singen mit der freien Hand Keyboard und Sampler bedient.
Kämen Punk ’D Royal aus UK wären sie sicherlich schon heute das neue Sternchen am Indi Rock Himmel. Hinter Radio 4 und Konsorten brauchen sie sich jetzt schon nicht mehr verstecken.
Auch wenn am Ende das Set viel zu schnell vorbei war, gingen wir zufrieden nach Hause. Wenn Ihr Run dermaßen flott weiter geht, dürfen wir die Düsseldorfer sicherlich bald nicht mehr in solch kleinen gemütlichen Clubs bewundern.
Thanks for all ..
Durchde