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    Butterfly Effect 3 – Die Offenbarung

    29.11.2009 - 04:04

    Das auch bei Butterfly Effect die Kuh weiter gemolken werden würde war abzusehen.
    So einzigartig das Erstlingswerk, so scheiße war sein Nachfolger. Mehr als den Titel, der zum Teenie Streifen mutierten Fortsetzung, hatten die Streifen nichts gemeinsam. Ob ein weiterer Film den Karren aus dem Dreck ziehen könnte? Wie s.Darko erscheint – Die Offenbarung – gleich auf DVD. Das muss ja nichts schlechtes bedeuten. Verwunderlich, der dritte Teil ist nun ab 18 Jahre, vielleicht bekommen wir ja doch noch etwas mehr geboten als seichte Hausmannskost?

    Eine kurze Zusammenfassung der Story:

    Sam kann durch die Zeit reisen und hilft der Polizei mit seinen Fähigkeiten Morde aufzuklären. Die Vergangenheit darf jedoch nicht verändert werden, da die entstehenden Folgen nicht abzusehen sind. Doch eines Tages stellt Sam fest, dass er durch seine Zeitsprünge einen Serienmörder erschaffen hat. Nun sieht er sich gezwungen seine eigenen Regeln zu brechen und wieder Ordnung in die Geschichte zu bringen.

    Schon nach den ersten Minuten sorgten die starken Charaktere für Unterhaltung und ließen mich angenehm in eine unerwartet spannende Story sinken. Auffallend ist die aufs Maximum erhöhte Brutalität im dritten Teil. Ob die Splatterszenen für den Fortlauf der Story nötig gewesen wären, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Zeitsprünge finden diesmal mit Hilfe der bloßen Gedanken an den zeitlichen Ort in einer Eisbadewanne liegend statt. Ich hatte ab der Mitte des Filmes ein mögliches Ende im Blick und wurde erneut überrascht. Auch wenn Butterfly Effekt nicht unbedingt eine „Offenbarung“ ist konnte er mich dennoch gut unterhalten. Der Film ist spannend bis zum Schluss und ständig bemüht auf einer fesselnden Art die entstehenden zeitlichen Veränderungen zu entschlüsseln….

    Durchde


    Konzert Allerlei ….

    22.11.2009 - 21:23

    Andorra Atkins
    05. Dez. 2009 Troisdorf
    JKC + Ashes of Pompeii + Rockwell

    Monochrome

    27. Sep. 2009 Gebäude 46 Kaiserslautern

    Walls of Jericho
    28. Nov. 2009
    Turbinehalle Oberhausen

    29. Nov. 2009
    Klokgebouw Eindhoven

    30. Nov. 2009
    Werk Munich

    01. Dez. 2009
    Gasometer Wien

    02. Dez. 2009
    Posthalle Wurzburg

    03. Dez. 2009
    Elysee Montmartre Paris

    04. Dez. 2009
    Garage Saarbrucken

    05. Dez. 2009
    Alter Schlachthof Dresden

    06. Dez. 2009
    Docks Hamburg

    Mourning for Tomorrow
    27. Nov. 2009
    Café Nova Essen

    05. Dez. 2009
    AZ Aachen

    Fargo
    28. Jan. 2010
    w/ black freighter AZ Muelheim

    29. Jan. 2010
    w/ black freighter AJZ Bielefeld

    30. Jan. 2010
    w/ black freighter Stoertebecker, Hamburg

    05. Feb. 2010
    w/ wrakk, sundowning Ajz Neubrandenburg

    06. Feb. 2010
    w/ wrakk, sundowning, laura mars Berlin, Scherer 8

    Boxhamsters
    27. Nov. 2009
    Musikbunker Aachen

    28. Nov. 2009
    Gebäude 9 Köln

    04. Dez. 2009
    Schlachthof Wiesbaden, Hessen

    11. Dez. 2009
    Roter Salon Nürnberg

    12. Dez. 2009
    Boiler Room Regensburg

    19. Dez. 2009
    KFZ Marburg

    22. Jan. 2010
    Steinbruch Duisburg

    23. Jan. 2010
    Schlachthof Lingen

    12. Feb. 2010
    Knust Hamburg

    13. Feb. 2010
    K 19 Kassel

    26. Mrz. 2010
    Cafe Central Weinheim

    27. Mrz. 2010
    Franz K Reutlingen

    16. Apr. 2010
    Sackfabrik Magdeburg

    Diego
    11.12. 2009
    Hamburg – Grüner Jäger

    12 .12. 2009
    Goch – Musenpark

    JunePaik
    29.01.2010 20:00@AJZ w/mio, …
    Mühlheim

    Durchde


    s.Darko – Eine Donnie Darko Saga

    22.11.2009 - 19:24

    Ich hätte mit allem gerechnet, jedoch nie mit einer Fortsetzung des Kultstreifens Donnie Darko. Der Film dessen Handlung sicherlich von jedem Zuschauer anderes interpretiert wird, zeichnet sich genau aus diesem Grund zu etwas besonderem aus. Foren überschlugen sich mit den wüstesten Thesen über den Sinn und zu nicht beantworteten Fragen des Films. Dass ein zweiter Teil, vor allem da das gesamte Team ausgetauscht wurde, kaum funktionieren konnte, war von vornherein klar. Dennoch ist man natürlich auf solch eine Fortsetzung gespannt…

    Die Geschichte von s.Darko spielt sieben Jahre nach Donnies mysteriösen Tod durch den Aufprall einer Flugzeugturbine. Seine Schwester Samantha, welche versucht ihre Albträume zu bewältigen, befindet sich auf einem Roadtrip mit ihrer besten Freundin. Allmorgendlich findet sie sich aufgrund von Schlafwandeln an einem anderen Ort in dem kleinen Kaff, in dem sie sich niedergelassen haben, wieder. Die Gegend ist äußerst seltsam. Sie begegnet dort einem verstörten Kriegsveteran und es verschwinden Kinder. In ähnlicher Machart wie im Original soll das Leben auf der Erde in ein paar Tagen vorbei sein. Backflashs, Zeitsprünge und einer ganze Menge Kurioses findet statt.
    Visuell wird einiges geboten. Geniale Einstellungen werden, wie schon in Donnie Darko, mit der passenden Musik in Verbindung gebracht. Die Hauptdarstellerin verkörpert ihre Sache eigentlich ganz gut, hier kann man nicht meckern. Das Problem von s.Darko ist allerdings die Gradlinigkeit und wie offen mit dem Thema Zeitreise umgegangen wird. Die Erzählweise nimmt einfach zu viel voraus und versucht sich zu oft zu erklären. Vieles muss man einfach nicht wissen, Interpretation erfüllte das Erstlingswerk und gab ihm seine mystische Stimmung.
    Hier liegen auch schon die größten Schwächen von s.Darko an seinem Vorgänger gemessen. Hätte der Film einen eigenständigen Titel könnte man ihn sicherlich entspannter betrachten.

    s.Darko ist ein gar nicht mal so schlechter Streifen, fungiert als Fortsetzung meiner Meinung nach jedoch nur kaum.

    Durchde


    2012 – Review

    21.11.2009 - 19:29

    Die Tage hatte ich mal wieder richtig Bock auf leichte Filmkost.. Zur Zeit dürfte 2012, Emmerichs neustes Werk diesen Wünschen bestens gerecht werden. Ich erwartete nicht viel, einfach mal den Verstand ausschalten und knapp drei Stunden von den Bilderfluten berieseln lassen. Emmerich hat wieder die Zerstörungswut gepackt und lässt die Erde erneut unter gehen. Wem die äußerst beeindruckenden Szenarien in Independence Day und The Day after Tomorrow noch nicht reichten, kommt mit 2012 voll auf seine Kosten.

    Die Story ist einfach gestrickt. Die Erderwärmung schreitet schneller voran als erwartet. Im Jahr 2012 in dem die Zeitrechnung der Maya aufhört soll sich die Erde zerstören. Erdplatten verschieben sich und Vulkane brechen aus, hinzu droht eine Überschwemmungsgefahr.
    Ein in Trennung lebender Familienvater muss beim Ausflug mit seinen Kindern die ersten Anzeichen der Zerstörung miterleben. Gerade als er die Kids zu seiner Ex Frau und ihrem neuen Lebenspartner zurück gebracht hat beginnt sich die Erde zu spalten. Zusammen machen sie sich auf die Flucht. Durch einen in der Wildnis lebenden Radiomoderator wird der Vater auf einen geheimen Plan der Regierung aufmerksam. Auf ihm wird der Standort einiger Schiffe im Arche Noah Style skizziert ….

    Was nun folgt ist eine Zerstörungsorgie ohne Gleichen. Die Szenarien sind ergreifend visualisiert. Bis auf New York wird eigentlich kein Hauptschauplatz der Erde ausgelassen. Natürlich wird an einigen Stellen arg überzogen und der oftmals erzwungene Witz nervt. Dennoch wurde es nie langweilig. Nach einer kurzen Einführung der Charaktere zu Anfang gab es eigentlich die ganze Zeit Action und ständig ein anderes dem Untergang geweihtes Szenario zu bewundern. Auch wenn mich die emotionalen Momente, eingeschlossen des quasi Happy End in bester Hollywood Manier zu Ende störten, wurde ich nicht enttäuscht. Wer auf geile Bilder, flotte Schnitte, reichlich Action steht kommt an Emmerichs neustes Spektakel 2012 nicht vorbei.

    Durchde


    Converge – Axe to Fall

    21.11.2009 - 19:25

    [2009 Epitaph Records]
    [www.convergecult.com]
    [www.myspace.com/converge]

    Converge sind Kult, keine Frage und mit Jane Doe haben die of Chaos Core Kings nicht nur ihren eigenen Meilenstein abgeliefert, sondern gleich die musikalische Sparte auf ein neues Level angehoben. Ihr letztes Album – No Heros – zeigte in der zweiten Hälfte eine Zunahme von deutlich epischeren Gefilden. Man durfte daher gespannt sein wohin die Metamorphose bei kommenden Converge Releases führen würde.

    Zur Verstärkung hat man sich zur Aufnahme von – Axe to Fall – einige Prominenz in Studio geholt. Unter anderem wirkten Musiker von Neurosis, Cave-In,108, Blacklisted und The Red Chord mit. Am Ende ist dennoch „nur“ ein schlichtes, meiner Meinung nach festgefahrenes Album herausgekommen. Wie schon auf seinem Vorgänger wechselt der Sound zum Ende zu experimentelleren Pfaden. Als nervend empfinde ich die Gitarrensolos in Old School Manier. Sollte wohl so etwas wie eine Bereicherung darstellen, welche jedoch den brutalen Sound bei seiner Entfaltung etwas stört. Auf der anderen Seite bleiben Converge weiterhin kompromisslos Anti kommerziell und liefern mit – Axe to Fall – erneut ein Vorzeigealbum im Bereich des aggressiven Hardcores ab. Wüste Knüppelparts, die sich fast überschlagen, treffen auf ein Midtempo Soundgewitter, das sich an keinem Punkt versucht zu erholen. Der Gesang zeigt sich wie gewohnt überdreht und markant für Converge.

    Das Layout aus eigenem Hause ist wieder einmal erstklassig illustriert, wie die gesamte Aufmachung an sich.
    Nicht viel Neues aber für Fans ist – Axe to Fall – eh ein Pflichtkauf ….

    Tracklist:
    1. Dark Horse
    2. Reap What You Sow
    3. Axe To Fall
    4. Effigy
    5. Worms Will Feed/Rats Will Feast
    6. Wishing Well
    7. Damages
    8. Losing Battle
    9. Dead Beat
    10. Cutter
    11. Slave Driver
    12. Cruel Bloom
    13. Wretched World

    Durchde


    Shows aus dem Hause Zeitstrafe

    21.11.2009 - 07:57

    AMERICAN TOURISTS
    11.12.2009 Fissau/Eutin, Wittenburg

    GRAND GRIFFON
    02.01.2010 Döbeln, Café Courage
    03.01.2010 Landau, Fatal
    04.01.2010 Skatepark, Kaiserslautern

    LES TRUCS
    19.11.2009 Frankfurt/Main, Exzess
    21.11.2009 I – Venedig, Altavoz Festival
    25.11.2009 Darmstadt, Oettinger Villa
    04.12.2009 F – Paris, Café de Paris
    05.12.2009 F – Nancy, La Mjc des 3 maisons
    26.12.2009 Ebersberg, Erste Etage
    27.12.2009 Augsburg, Hempels
    28.12.2009 München, Sunny Red
    19.03.2010 B – Brüssel, Recyclart

    MATULA
    18.12.2009 Oberhausen, Druckluft
    19.12.2009 Marburg, Nachtsalon
    20.12.2009 Darmstadt, Oetinger Villa
    21.12.2009 Hamburg, Molotow
    08.01.2010 Hannover, Chez Heinz

    alle Konzerte zusammen mit Captain Planet

    TACKLEBERRY
    27.11.2009 Oschersleben, Alge
    28.11.2009 Rendsburg, T-Stube
    11.12.2009 Bergkamen, JUZ Yellowstone
    12.12.2009 Koblenz, JAM
    13.12.2009 Hamburg, Rote Flora

    27.12.2009 – 05.01.2010 Spanien / Frankreich / Portugal Tour zusammen mit At Daggers Drawn

    TRIP FONTAINE
    27.11.2009 Berlin, Schokoladen
    18.12.2009 Leipzig, Conne Island
    23.12.2009 Frankfurt/Main, Nachtleben
    28.12.2009 München, Sunny Red


    12.11.09 Editors, Wintersleep und Maccabeens im Kölner Palladium

    18.11.2009 - 19:06

    Der Erfolg der Editors in den letzten Jahren zeigt nun auch die Schattenseiten des „Größer werdens“. Vom Indi zum Mainstream, glücklicherweise nicht in musikalischer Sicht, sorgte für einen vorzeitigen Karten Ausverkauf des Kölner E-Werkes. Die Show wurde kurzerhand ins gegenüberliegende Palladium verlegt. In jedem Winkel des „Clubs“ standen sich Security Arbeiter die Füße platt. Die Editors passten ihr Merch dem gehobenen Status an und präsentierten ein Sortiment an Shirts bei dem selbst Iron Maiden sprachlos werden dürften. Wir überlegten uns, ob wir die Show von der oberen seitlich angebrachten „Tribüne“ anschauen sollten, entschieden uns dann jedoch einen Platz in den vorderen Reihen zu suchen. Trotz gut gefüllter Halle ging es recht friedlich zu. Neben Kids befanden sich auch etliche ältere Besucher im Publikum. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass das neue Album dermaßen gut einschlagen und so viele neue Fans ziehen würde. Außerdem war ich auf die Gewichtung des doch recht unterschiedlichen Materials in der Setlist gespannt. Werden wir eine Rock oder eher eine Elektroshow erwarten dürfen?

    Als erstes standen Wintersleep auf der Bühne. Die Band konnte mich nicht begeistern und ging irgendwie an mir vorbei. Im groben im Indirock angesiedelt, jedoch für meinen Geschmack zu langweilig. Ohrenbetäubend klang ein schrecklich aufgedrehter Bass, der trotz Gehörschutz fast unerträglich war. Dieser Zustand sollte leider bis Ende des Abends anhalten.

    Etwas spannender präsentierten sich die Maccabees, welche bekannter zu sein schienen, denn es wurden den Musikern Handtücher und Drinks gereicht. Der Sänger hatte wirklich Feuer im Arsch und präsentierte ein Stimmliches Volumen, das von The Pogues über Morrisey bis hin zu den Editors reichte. Die Band unterstrich diese Vorgabe auf hohem Niveau, dennoch hatte ihre Musik am Ende nicht den nötigen Kick um mich zu einem CD Kauf zu animieren.

    Für die Editors wurde nun das komplette Brett in Sachen Beleuchtung aufgefahren.
    Das Set der Briten wurde mit dem Song “In this Light and on this evening” begonnen. Hinter dem Drumset war eine riesige Lichtwand positioniert, die besetzt mit vielen kleinen Spots für atemberaubende Stimmungen sorgte.
    Weiter ging es mit „An end has a start“. Die Band zeigte sich spielfreudiger und Sänger Smith um einiges weniger verpeilt als noch vor zwei Jahren. Besonders der Basser sprang ständig umher. Der Gitarist, welcher sein Topteil mit Actionfiguren schmückte, bediente abwechselnd seinen Sechseiter und die Keyboards in den Songs der neuen Platte. Smith turnte zwischen Piano, Keyboard und Gitarre umher. Von der ersten Sekunde an hatten Editors ihre Fans im Griff und die Textzeilen wurden nicht selten aus über 5000 Kehlen mitgesungen. Es folgte Hit um Hit und zwei Stunden später wurden die besten Songs aus drei Alben zum besten gegeben. Nein, „Munich“ und „Papillon“ fehlten noch, welche sich dann jedoch in den zahlreichen Zugaben einordneten.

    Auch wenn mir die Location viel zu groß war, kam dennoch genug Stimmung auf.
    In kleineren Gefilden werden wir die Editors in den nächsten Jahren wohl auch nicht mehr erleben dürfen…

    Durchde


    Star Trek – Review

    18.11.2009 - 19:00

    Eigentlich mochte ich Star Trek nie so wirklich. Irgendwie war mir das Gezeigte alles zu technisch und die Charaktere zu konservativ/bieder. Einige Gründe warum ich Krieg der Sterne lieber mag. Natürlich hatte ich die Serie als Kind im TV gesehen und als Teilzeit SciFi Fan ging auch der ein oder andere Kinofilm nicht an mir vorüber. Leider blieb mir oft nicht mehr als ein Kopfschütteln übrig, weil mich nervige Dialoge und altkluges Auftreten nervten.
    Vor ein paar Monaten sah ich den Trailer zum selbst betitelten Kinofilm, der ein frisches junges Team zeigte und die Entstehungsgeschichte der bekannten Crew erzählte. Aufregend fand ich die gezeigten Bilder, schön poppig & modern.
    Ins Kino traute ich mich dennoch nicht und so wartete ich auf das DVD Release. Meine Erwartungen, nachdem ich den Trailer gesehen hatte, wurden sogar übertroffen. Der Cast der jungen Crew ist perfekt und konnte mit viel Witz und Charme bei mir punkten. Es wird sich gefetzt, geküsst und coole Sprüche gerissen und das Ganze fast ohne albern rüber zu kommen. Wir sehen wie Kirk zum Captain wird und sich mit Spock anfreundet, dessen Heimatplanet in die Luft gejagt wird.

    Der Plot, auf den ich bewusst hier nicht weiter eingehen möchte, ist zwar nicht besonders spannend, dennoch unterhaltsam. Selten habe ich soviel wie in diesem Scifi Film in den letzten Jahren erlebt. Man ist immer ganz nah an Kirks Geschichte und ist im Stande mitzufühlen. Diese Emotionalität fehlte leider bei den neuen Star Wars Filmen, wenn ich den Vergleich anbringen darf.
    Der neue Star Trek hat sicherlich viele alte Fans zur Weißglut gebracht, wie ich hörte wurde der geschichtliche Ablauf an einigen Stellen gebrochen. Auch die jungen flippigen Charaktere könnten einigen auf die Nerven gehen. Ich hingegen kann den Film uneingeschränkt allen Non Star Trek Fans empfehlen, die einer frischen Soap Opera im Weltraum nicht abgeneigt sind.

    Durchde


    11:14 – Review

    15.11.2009 - 08:18

    Einige mir empfohlenen Filme schlummern wahrscheinlich noch ewig auf meiner Warteliste. Selten komme ich dazu mir einen von Ihnen heraus zu picken und zu Gemüte zu führen.
    Meine Freunde/Bekannten wissen schon was mir gefällt und dennoch frage ich mich nach jedem Film, der er es endlich in meinen Player geschafft hat, warum er so lange auf sich warten ließ.

    Der Thriller 11:14 erschien Ende ´03 in den USA direkt auf DVD, Europa musste mit einer Veröffentlichung bis ins Ende ´95 warten. Die Geschichte, welche aus verschiedenen Perspektiven dasselbe Zeitfenster abdeckt, beleuchtet ein Geschehnis in dem auf seltsamer Weise fünf Charaktere miteinander verstrickt sind. Auch wenn sich einige Akteure, wenn überhaupt, nur teilweise und beiläufig begegnen, tragen sie dennoch zu ein und dem selben Ausgang der Geschichte bei. Immer wieder nimmt die Handlung krasse Wendungen und bleibt spannend bis zu letzt. Das Feeling der Erzählweise kann am besten mit einem Tarantino Werk meets dem Kult Film Memento verglichen werden.
    Nachdem ersten Viertel, welches sich als etwas anstrengend präsentiert, geht es zunehmend fesselnder zur Sache. Die Story gleicht einem Puzzelspiel, welches zum Zeitpunkt der Vollendung durch den letzten Teil wieder durcheinander gewirbelt wird.

    11:14 zeichnet sich dadurch aus, dass am Ende keine Fragen mehr offen bleiben und in Sache Kontinuität ein Meisterwerk gelungen ist. Zur Auflockerung gibt es eine gesunde Portion schwarzen Humor, der erfreulicherweise jedoch nie völlig überzogen auf die Spitze getrieben wird.11:14 ist einer der Filme, welcher sicherlich Sinn macht ein zweites mal gesehen zu werden, um die „Aha“ und „Ach so“ Erlebnisse zu verstärken…

    Durchde


    Slayer – World painted Blood –

    14.11.2009 - 08:59

    [2009 Warner]

    Meine Frau fragte mich, ob man Slayer leise hören könne. Natürlich nicht! Die Worte beherzigt legte ich das neuste Werk der Schädelspalter in den Player und drehte den Lautstärkeregler nach rechts. Im Vorfeld pries die Presse – World painted Blood – als Back to the Roots und das härteste Slayer Album seit Jahren an. Auf solch ein Geschwätz sollte man natürlich nichts geben. Aus Fankreisen war zu hören, dass die Platte irgendwo zwischen – South of Heaven – und – Seasons in the Abyss – liegen soll, schauen wir mal …

    So, dann mache ich es mir mal auf der Couch gemütlich, Laptop auf den Schoss und die Playtaste der Fernbedienung gedrückt.
    Die ersten Klänge von – World painted Blood - beginnen mit einem beschwörerischen Intro.
    Beim Titeltrack geht es gleich zur Sache. Allerdings warte ich sehnsüchtig auf einen Break, nachdem die Gitarren ihren vollen Druck entfalten würden. Doch dieser Höhepunkt bleibt mir leider verwehrt. Auf dem Sechseiter liegt eine störend starke Kompression, die den Eindruck eines Vorabmixes anmutet. Im ersten Song wird mir im Mittelteil etwas zu viel experimentiert, belohnt werde ich dann allerdings mit bretthartem Thrash Metal, der in den schnellen Parts sehr clean mit einem gewissen Punk Flair rüber kommt.
    Bei „Unit 731“ bricht man Geschwindigkeitsrekorde bei dem Lombardo ganze Arbeit leistet und beweist, dass er immer noch als Meister seines Fachs verstanden werden darf.
    Snuff“ ist eine typische Slayer Nummer, in der sich Hi Speed Attacken mit brutalen Mid Tempo Parts ablösen. Sehr kompromisslos.
    Beauty Through Order“ zeigt in der ersten Hälfte die ersten experimentelleren Elemente des Albums. Hier kann sich Arayas Gesang entfalten und zeigt sich abwechslungsreich wie schon lange nicht mehr. In der Mitte des Tracks wird es dann richtig geil und ich ziehe meinen Hut vor dem traditionellen Gitarren Spiel von King und Hanneman. Das ist Slayer Pur in bester – South of Heaven – Marnier.
    Hate Worlwide“ sagt eigentlich schon alles. Unmissverständlicher Titel, kompromissloses Metal Gewitter.
    In „Public Display of Dismemberment” zeigen Slayer eindrucksvoll, dass wenn man die Bremse löst, es kaum ein halten zu geben scheint.
    Zeit zum durch atmen bietet „Human Strain“. Eine Midtempo Nummer mit einem etwas nervigen Mittelteil, der sich jedoch verkraften lässt. Die bisher schwächste Nummer des Albums.
    Americon“ bietet gleich zum Anfang einen fetten rockigen Sound, der mich animiert noch etwas an dem Lautstärkeregler zu drehen. Auch wenn, oder vielleicht gerade deshalb, weil die Nummer sich etwas abhebt von den restlichen Songs, gefällt sie mir besonders.
    Den vorzeige Track stellt die Single Auskopplung „Psychopathy Red“ dar. Full Speed or nothing heißt die Devise. Der Gesang scheint sich gegen Ende förmlich zu überschlagen.
    Bei „Playing with Dolls“ geht es experimenteller zur Sache und Araya erhält genug Raum in der Midtempo Nummer zum experimentieren. Kommt mir dennoch etwas langweilig rüber.
    Der Elfte und letzte Song von – World painted Blood – „Not of this God“ bietet eine solide Slayer Thrash Metal Nummer, welche zum Ende hin mit einer bedrohlich heruntergestimmten Gitarre aufwartet. Solch einen druckvollen Sound hätte ich mir fürs gesamte Album gewünscht.

    Auf – World Painted Blood – zeigen sich Slayer experimenteller als auf seinem Vorgänger – Christ Illusion -. Die Kalifornier verstehen es immer noch auf die Fresse Metal zu komponieren. Leider klingt das ganze aus der Konserve, deutlich nach strikter Abarbeitung einstudierter Parts. Man hört recht deutlich, dass die Musiker selten komplett im Studio gestanden haben dürften. Der Platte fehlt ein gewisser Biss den z.B Kreator mit ihrer Back to the Roots Aufnahmesession an ihrem letzten Album gefunden hatten.
    Dennoch bedienen Slayer weiterhin das Fanherz mit Bravur und dürften diese mit 11 neuen Tracks kaum enttäuschen. Wem das immer noch nicht reicht, darf sich die Platte gleich viermal zulegen, um aus dem geteilten Cover ein ganzes zusammen zu legen…..

    Tracklist:
    World painted Blodd
    Unit 731
    Snuff
    Beauty Through Order
    Hate Worldwide
    Public Display of Dismemberment
    Human Strain
    Americon
    Psychopathy Red
    Playing with Dolls
    Not of this God

    Durchde