Rettet das AJZ Chemnitz !
12.11.2009 - 10:27The City of Chemnitz is discussing to close the AJZ.
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[2009 Kids in Misery]
[myspace.com/solemnleague]
[www.solemnleague.blogspot.com]
Neuer Stoff aus dem Hause Kids in Misery. Mit ihrem achten Labelrelease beweißt das feine DIY Label erneut seinen guten Geschmack.
Solemn League existieren seit 2006.Auf sie aufmerksam geworden bin ich durch eine Split 7inch mit Kids Explode. Vorher erschien ein Demo und ein Live Tape. Ursprünglich diente die Band als Sideprojekt ehemaliger Mitglieder von Kurhaus, Escapado und Just Went Black. Musikalisch zeigt man eine Vorliebe für den Post Indirock.
Schon nach dem ersten Durchlauf von – The Beach/The Burden – klang ihr Sound auf einer angenehmen Art und Weise vertraut. Erinnerungen schossen durch den Kopf, die mich für einen Moment um einige Jahre zurückversetzten als sich neben dem Emocore interessanter Post Sound entwickelte. Diese musikalische Verbundenheit kann nur daraus resultieren, dass die Kollegen eine große Liebe für Van Pelt/The Lapse und alte Karate Sachen haben müssten. Das ganze wird auf einem dermaßen hohen Niveau präsentiert, dass man das Ableben oben genannter Bands nicht mehr bedauern muss.
Das Markenzeichen dürfte das Wechselspiel zwischen gesprochenem und emotionalem rockigen Gesang auszeichnen. Ihr musikalisches Fundament bewegt sich im Midtempo Bereich und unterhält mit einem ausgereiftem Gitarrenspiel, welches den Lyriks eine zusätzliche Klangfarbe verleiht. Hinzu kommt eine solide Rhythmusarbeit, die angepasst der reflektierten Stimmung alles aus sich heraus holen kann.
Auch wenn der Sound nicht neu ist bekommt dieser aufgrund seiner beachtlich hohen Qualität einen Ausnahmestatus trotz ausleihen vieler Elemente oben zitierter Bands.
Schade nur das die gute Unterhaltung schon nach fünf Minuten viel zu schnell vorbei ist….
Das beidseitige Coverartwork Konzept wird auf einem Beiblatt fortgeführt. Ein illustriertes Stillleben, künstlerisch ebenso wertvoll wie die Musik, es passt einfach alles zusammen. Die Lyriks gibt es auf einem extra Zettelchen.
Für die, welche zu faul sind die Single ständig rumzudrehen gibt es anbei eine gratis CD-R mit den beiden Songs.
Die – The Beach/The Burden – betitelte 7inch gibt es für 4 Euro plus Porto im Kids in Miserey Shop zu erstehen.
Tracklist:
The Beach
The Burden
Durchde

Portraits of Past, gehörten in den Mid 90ies zu den wichtigsten Emocore Bands.
Mit nur einer LP und einer weiteren Split 7inch ereichten die Kalifornier Kultstatus.
Alle Songs wurden später auf einer Discography Cd zusammen gefasst, welche noch in dem ein oder anderen Mailorder zu finden ist.
Seid letzten Jahr fanden sich Portraits of Past für ein paar Gigs wieder zusammen und absolvierten dieses Jahr weitere Konzerte in Japan. In dieser Zeit sind neue Songs entstanden die es nun überraschenderweise auf eine neue Platte geschafft haben!!!
Die EP hört auf dem Namen – Cypress Dust Witch - und umfasst vier Tracks die als Vinyl und CD Version auf Excursions Into The Abyss Records erscheinen. Ich habe mir die Platte gleich geordert und bin schon gespannt darauf wie die Jungs heute klingen.
Einige der Songs sind vorab auf deren Myspace Seite zu hören:
www.myspace.com/portraitsofpast
Weitere Infos gibt es auch auf der Bandseite:
www.portraitsofpast.com
Durchde

[2009 Major Label]
[myspace.com/fliehendestrme]
Irgendwie liefen bei mir die Fliehende Stürme knapp 20 Jahre lang eher „nebenbei“, obwohl ich ihre Platten immer wieder zum hören bekam und sie auch nie wirklich schlecht fand. Die aus der Chaos Z entstandene Formation verschaffte mir Gehör, aber am Ende habe ich mich dennoch nicht weiter mit der Band beschäftigt. Es mag vielleicht daran liegen, dass ich vor ein paar Jahren musikalisch einen eher schmalen Blickwinkel besaß. Gothic und Joy Division Einflüsse im Punkrock konnten erst Jahre später bei mir punkten.
Mit – Die Tiere schweigen – präsentiert die Band ein Album, welches vom ersten bis zum letzten Akkord stimmig ist. Minimalistisch und auf den Punkt gespielt. Hier und da werden die Songs mit dezente Keyboardtönen angereichert, ansonsten von jedem Ballast befreit, trifft der Sound genau meinen aktuellen Geschmack. Die Lyriks werden traurig/melancholisch in bester EA80 Manier vorgetragen und sind Poesie fürs oft überdrüssige Gehör in den Releasefluten. Es gibt soviel zu sagen und noch mehr zwischen den Zeilen zu entdecken, die gesungenen Worte scheinen in jegliche Gefühlslage zu passen. „An einem besseren Tag“, „Spuren“, „Sirene“ und „Maschine“ sollen meine Anspieltipps sein.
Auch wenn ich nicht weiß was mir das Coverartwork im Zusammenhang mit dem Albumtitel sagen soll, unterstreicht es dennoch die düstere Stimmung der Songs.
Fliehende Stürme haben mit – Die Tiere schweigen – ein äußerst kompaktes Werk abgeliefert, welches keine Ausreißer bietet. Von eher ruhigen Nummern bis zu rockigen Tracks wird ein Feuerwerk an Gefühlen abgebrannt.
Ähnliches in seiner Gesamtheit auf dem Deutschsprachigen Sektor in Emotionalität konnten in den letzten Jahren nur Schrottgrenze mit ihrem Album – Das Ende unserer Zeit – bei mir erreichen…
Tracklist:
Turm
Fehlgänger
An einem besseren Tag
Strahlen
Spuren
Sirenen
Ende vom Anfang
Maschinen
In Sicherheit
Niemals für immer
Durchde

Die Briten White Lies sind für mich 2009 eine der Überraschungsbands im Indie Bereich. Ehrensache, dass ich die Jungs bei der nächsten Gelegenheit unbedingt Live erleben musste.
Es war ein verregneter Sonntag Abend, welcher zwar unangenehm nass, aber eine passende Einstimmung auf den melancholischen Mix aus Britpop und Joy Division Indie Sound von White Lies bot.
Nach einer kleinen Stärkung machten wir uns auf zur Lokation. Die Schlange vor den Toren der Live Music Hall war recht überschaubar. Als erstes nahmen wir den Merchstand unter die Lupe. Die Shirts gefielen mir nicht so dolle, Thema abgehackt.
Der Konzertraum war noch nicht sonderlich gefüllt und wir sicherten uns einen Platz im vorderen Bereich.
Darker my Love eröffneten schon bald ihr Set. Der Name sagte mir was, konnte die Band jedoch bisher nirgends einordnen. Die Musiker waren bemüht ein gutes Set abzuliefern, begeisterten die White Lies Fans jedoch nur bedingt. Der Auftritt wirke etwas emotionslos auf mich. Den Sound von Darker my Love würde ich als Indie Rock Mitte 70ies Kante einordnen. Einen dezenten psychedelischen Unterton bot das Keyboard. Klang insgesamt sehr professionell, befriedigte dennoch meinen Geschmack nicht ….
Zur langen Umbaupause füllte sich die Halle. Es fand, glaube ich, kein Kartenausverkauf statt, aber viele Tickets dürfte es dennoch nicht mehr gegeben haben. Die Techniker schraubten ewig auf der Bühne und die Musiker ließen auf sich warten.
Irgendwann ging das Licht aus und ein Intro drang aus den Boxen. White Lies erhobenes weißes Drumset wurde majestätisch mit grellen Spots beleuchtet. Das gesamte Bühnenlicht bestand aus ungefärbten Spots, welche unterschiedlich gedimmt wurden und erzeugte eine schlichte und dennoch stylische Untermalung auf den einsetzenden Sound der Briten. Eröffnet wurde ihr Set mit „Farewell to the Fairground“. Im Anschluss folgte Hit um Hit vom Debüt Album. Die noch recht junge Band hatte vom ersten Akkord ihre Fans im Griff. Der Sound klang um einiges rauer/punkiger als auf Platte. Besonderes der Gesang wirkte nicht so glatt wie auf der Tonkonserve . Es bildete sich ein kleiner Pogo Pitt, der sich recht brav verhielt. Die Lyriks wurden von Alt und Jung mit gesungen und jeder Song mit tosendem Applaus bedankt.
In der Mitte des Sets gab es mit „Taxidermy“ sogar eine ältere White Lies Nummer, welche nicht auf dem Album enthalten ist. Da ihr Material mit bis dato nur einem Album sehr begrenzt ist, standen schon bald die obligatorischen Zugaben auf dem Plan. Eröffnet wurde mit einem Talking Heads Cover. Als nächstes gab es einen weiteren Song, welchen ich leider vergessen habe. Zum Abschluss durfte natürlich die erste Single „Death“ nicht fehlen, bei der die Band noch einmal gebührend abgefeiert wurde…
Einen klasse, wenn auch etwas zu kurzen Auftritt von knapp 60 Minuten, boten uns White Lies in Köln, die ich mir bestimmt nicht das letzte mal Live angesehen haben dürfte.
Durchde

[2009 Dependent (ALIVE)]
[www.mesh.co.uk]
Drei Jahre sind seit dem letzten Mesh Album – We Collide – ins Land gezogen und endlich steht das neuste Output der Engländer in den Plattenregalen.
- A Perfect Solution – heißt der Longplayer und darf inhaltlich als Konzept Album verstanden werden. Die Lyriks behandeln zwischenmenschliche Beziehungen, welche bis in den tiefsten Abgründen thematisiert werden.
Musikalisch klingt – A Perfekt Solution – düsterer und verspielter als je zuvor.
Diese Stimmung wird vom dunklen Cover Artwork zusätzlich unterstrichen, welches die oben genannte Konzeption passend illustriert. 2009 klingen Mesh progressiver und nicht gleich einvernehmend wie es vorher oft der Fall gewesen war.
Eine Ausnahme stellt die Vorabsingle „Only Better“ dar, welche gleich im Ohr hängen bleibt. Die weiteren 10 Tracks des 60minütigen Albums werden teilweise kunstvoll mit Interludes veredelt und erhalten ihre volle Größe nach einer kurzen Anlaufzeit.
Hat sich – A Perfekt Solution – erst einmal erschlossen, gibt es kein zurück mehr. Schnell ist zu erkennen, dass sich das neue Mesh Album zu ihrem besten Werk entwickelt.
Die Songs klingen bombastischer und von den Sounds her weniger poppig. Jedoch keine Angst sobald die Refrains einsetzen beweist Mark wieder, dass er nicht ohne Grund zu den besten Sängern im Elektrobereich gehört.
Die ersten beiden Tracks „If we stay here“ und die Single „Only Better“ gestallten sich eher etwas ruhiger.
Mit „Everything I made“ wird die Bremse gelöst und ein explosiver Dancefloor Smasher in bester Mesh Manier wird auf den Hörer losgelassen. In den Sounds wird man viele neue Facetten erkennen, die – A Perfect Solution – lange spannend und frisch halten.
„Is it so hard?” bewegt sich anfänglich etwas unscheinbar, biete dennoch eine gute Mid Tempo Nummer. Den Knaller stellt sein melodischer Refrain, der nicht mehr aus dem Gehör verdrängt werden möchte.
„Hold it Togehter“ klingt recht progressiv und ist ein experimenteller Song, der sehr druckvoll und mit interessanten Sounds gespickt serviert wird.
Die schnulzige Seite wird durch „It`s gone“ repräsentiert, die ein weiteres Spektrum der Vielfalt von – A Perfekt Solution – abdeckt.
Nach „Everything I made“ gibt es mit „How Long?“ eine weitere Aufforderung das Tanzbein zu schwingen.
“Who Says?” stellt für mich die spannendste Nummer des Albums dar. Hämmernde Beats und zweistimmiger Gesang in Form weiblicher Gastunterstützung bereichen den Mesh Sound ungemein. Großartig! Namentlich wird hier in textlicher Hinsicht der Albumtitel aufgegriffen und stellt für mich die interessanteste Erweiterung des Sounds dar.
„Hope Dreams“ klingt in der Strophe nach einer Mischung aus Industrial und altem Depeche Mode Sound, knallt im Refrain ungewohnt laut und wird von rockigen Gitarrenklängen begleitet.
Bei „Want You“ geht es eher ruhig zu Sache.
Zum Schluss wurde mit „The Bitter End“ die vielleicht lauteste Mesh Nummer produziert und zieht noch einmal gehörig die Geschwindigkeit nach oben. Normalerweise hätte man sich solch einen Knaller als Opener für ein Album gewählt, auf – A Perfect Solution – lädt diese Nummer ein gleich wieder die Repeat Taste des Players zu drücken.
Überraschend und interessanter haben Mesh nie geklungen. Ich bin heute schon auf die Liveperfomance der neuen Songs gespannt….
Tracklist:
1. If We Stay Here
2. Only Better
3. Everything I Made
4. Is It So Hard
5. Hold It Together
6. It’s Gone
7. How Long
8. Who Says
9. Hope Dreams
10.Want You
11.The Bitter End
Durchde
Freitag, 27.11.2009 – Dortmund, FZW

Das kleine, aber feine Dortmunder Plattenlabel (hier trifft die Begrifflichkeit tatsächlich noch zu!) Ass-Card Records feiert sein 11-jähriges Bestehen!
Das Label, entstanden aus einem Fanzine, veröffentlichte im Oktober 1998 erstmals eine 7inch einer befreundeten Band und kann heute, im Jahr 2009 auf diverse Veröffentlichungen kleinerer und größerer Bands aus der internationalen Punk- und Hardcore-Szene zurückblicken. Besonderer Wert wird auf Qualität statt Quantität gelegt und zu jeder Band ist eine freundschaftliche Beziehung Grundlage für eine Zusammenarbeit. Neben den üblichen Veröffentlichungen von CDs und Downloads, bestimmen aufwendige Vinyl-Releases einen Großteil des Label-Kataloges.
Am Freitag, den 27. November feiert ASS-CARD RECORDS sein 11-jähriges Bestehen im Dortmunder FZW mit folgendem Line-Up:
HOT WATER MUSIC (US), A WILHELM SCREAM (US), STRIKE ANYWHERE (US), TRIBUTE TO NOTHING (UK), RED TAPE PARADE (DE), THE ESCAPE ARTIST (DE)
ASS-CARD RECORDS – 11th Anniversary Fest, Teil II
Samstag, 28.11.2009 – Hamburg, Headcrash
Unser Anniversary Fest geht gleich einen Tag später in die zweite Runde und zwar im Hamburger Headcrash mit folgenden Bands:
TRIBUTE TO NOTHING [Worcester/UK]
RED TAPE PARADE [Regensburg/DE]
THE ESCAPE ARTIST [Dortmund-Düsseldorf/DE]
———————————————-
HOT WATER MUSIC [Gainsville/USA]
11 Jahre Ass-Card Records und 11 Jahre ist es ungefähr her als wir HWM das erste Mal live gesehen haben und direkt von deren Live-Präsenz überwältigt waren. Leider keine Band aus unserem Roster, aber Freunde des Hauses. Als klar wurde, dass HWM dieses Jahr für ein paar Dates nach Europe kommen und sich dies mit unserem Festivaltermin überschneidet, sagte die Band sofort zu unser Festival zu headlinen um mit uns und den anderen Bands unser Jubiläum zu feiern. Wie hätten wir dazu nein sagen können?
A WILHELM SCREAM [New Bedford/USA]
Die unermüdlich tourenden A Wilhelm Scream aus New Bedford/USA, sind eine fantastische Liveband, die seit Jahren auf den Bühnen dieser Welt zu Hause ist. USA, Kanada, Australien, Japan und Europa – überall wussten sie in der Vergangenheit zu begeistern, ob als Supportband oder auf ihren unzähligen Headlinertouren. Nuno Pereiras markante Stimme und die absolute Kontrolle der Intrumente aller Bandmitglieder machen diese Band zu einem Liveerlebnis erster Klasse, essentiell für alle, die auf “intelligenten” Hardcore ohne Peinlichkeiten stehen. Als Vergleich sind Propagandhi auf allen Ebenen die passende Referenz.
STRIKE ANYWHERE [Richmond/USA]
Jeder von uns hat Platten von Strike Anywhere in seiner Sammlung. Sie haben mit fast allen anderen Bands auf unserem Festival schon einmal gespielt oder sogar getourt. Strike Anywhere spielen sehr guten und zeitlosen Hardcore, sind alles nette Typen und touren auch zufällig zeitgleich mit unserem Festival. Für uns genügend Gründe sie einzuladen, obwohl sie auch nicht in unserem Roster sind.
TRIBUTE TO NOTHING [Worcester/UK]
Die seit mehr als 13 Jahren existierenden Tribute To Nothing, bestehend aus den drei Turner-Brüdern und dem quasi auch schon Familienmitglied Chris and der zweiten Gitarre gehören zweifelsohne zu Europas Post-Hardcore-Spitze.
Ihr eigenständiger, hymnischer und innovativer Rock, gepaart mit rauem, melancholischem Punk hat sich weit genug entwickelt, um eigene Maßstäbe zu setzen. Dass sie darüber hinaus auch eine hervorragende Liveband sind, haben sie in den letzten Jahren, während ihrer unzähligen Touren (u.a. mit Boysetsfire, Hot Water Music, etc.) durch ganz Europa immer wieder unter Beweis gestellt. Definitiv einer der umtriebigsten Livebands der letzten Jahre!
RED TAPE PARADE [Regensburg/DE]
Die fünf Jungs aus Regensburg und Umgebung gehören seit Jahren zu den umtriebigsten deutschen Punk/Hardcore Bands. Sowohl musikalisch als auch inhaltilich stehen Red Tape Parade in der Tradition von Good Riddance, Farside, By The Grace Of God und Propagandhi. Am besten umschreiben lassen sie sich mit einem Zitat aus ihrem Bandinfo: „We are a pro-gay, pro-choice, anti-organized religion and anti-racist punk band. So please find someone else to open up for your christian ‘hardcore’ bands, OK?” Auf ihren zahlreichen Touren, u.a. mit The Casting Out und Shook Ones haben sie bereits genug Erfahrungen auf Europas Punk- und Hardcorebühnen gesammelt.
THE ESCAPE ARTIST [Dortmund-Düsseldorf/DE]
Neuer Name, alte Hasen. Auch nicht erst seit gestern ist die Besetzung von The Escape Artist am Start, denn alleine drei Fünftel der Band hat bereits erfolgreich bei My Favorite Chord zusammen gespielt. Frisch verstärkt, bleiben sie ihrer Liebe zu melodiösem und treibenden Punkrock treu, wobei sie der zweiten Hälfte des Wortes eine immer größere Bedeutung beimessen, so dass Vergleiche zu Face To Face oder Samiam nicht aus der Luft gegriffen sind. Bei Supportshows für The Gaslight Anthem, The Loved Ones und The Casting Out bewiesen sie, dass von ihnen in Zukunft noch einiges zu erwarten ist.

[2009 Unter Schafen]
[www.boxhamsters.net]
[www.myspace.com/boxhamsters]
Die Boxhamsters scheinen unverwüstlich und bescherten uns mit – Brut Imperial – vor ein paar Wochen eine neue Scheibe. Gefühlt gab es die Boxies eigentlich schon immer und haben in den letzten Jahrzehnten den ein oder anderen Klassiker aufgenommen..
Die Giessener galten in meiner Jugend oft als die melodische Antwort auf EA80 und waren wie die Gladbacher Pflichtprogramm, welche in jedes gute Punkrock Plattenregal gehörten.
- Brut Imperial – dreht nun seit einigen Stunden seine Runden und verhält sich recht unauffällig. Dennoch sind die Jungs aus Hessen ihren Mitstreitern meist eine Nasenlänge voraus. Allerdings kann man heute das gesetzte Alter der Herren heraushören und in den Tönen klingen die ersten Abnutzungserscheinungen.
Die Boxhamsters sind ruhiger geworden und brauchen den großen Krach nicht mehr um Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Das klappt auch wunderbar mit verträumten und eher poppigen Nummern.
Beim Song „Flöz & Pökel“ darf Eva von Juli vors Mikrofon. Wenn es hier nun evtl. nach einer Abkehrung von der guten alten Zeit klingen mag, möchte ich ein Stück zurück rudern. Die Boxhamsters haben es musikalisch und vor allem textlich immer noch drauf.
Politik, Erlebnisse und Gedankenfetzen werden voller Poesie in Worte verfasst, welche auch ohne musikalische Unterstützung bestens zu Gemühte geführt werden können.
„Mogli“ ist musikalisch sowie textlich mein absoluter Favorit:
…Herbstkalenderblätter fliegen durch die Nacht auf dem Herz geschlafen liegt man lange wach. Allein wie Millhouse – Blick zurück: Wo ist das innere von Glück …“
Weiter „Auffälligkeiten“:
„Schluchtenflitzer“, ist eine feine Homage an die Kreidler Florett. Passenderweise wird von Co ein Exemplar zum Kauf gesucht…
Ich hoffe, dass mit dem letzten Song der Platte „Der 3. Ton“ nicht das Ende der Boxhamsters angekündigt werden soll oder möchte man die Abwendung des Punkrocks in Worte fassen?
Gelungen finde ich das verspielte Artwork von – Brut Imperial -.
Drei Stofftiere sitzen aneinander gebunden im Schnee. Im Inneren der Hülle ist ein Schatten eines Tannenbaumes sichtbar an dem eine Pistole hängt. Der Interpretation sind keine Grenzen gesetzt …
Auch wenn mich die neuen Songs nicht sonderlich vom Hocker reißen, auf – Brut Imperial – wir solide, wenn auch etwas ruhigere Boxhamsters Schule geboten.
Tracklist:
1982
Herzigel
Mogli
Schluchtenflitzer
Unendlich
Flöz & Pökel
Daumenkino
Lochfraß
Im Gottmodus
Der 3.Ton
+ Bonus
Durchde

Nach einem Jahr Pause ist es endlich wieder soweit, der RSP lädt zum vierten mal alle Figurensammler zum Jahrestreffen ein.
Das Treffen 2010 findet am 02.-03.10.2010, in neuer Location in Bielefeld statt.
Also markiert Euch den Termin im Jahreskalender 2010 und kommt zahlreich nach Bielefeld.
Weitere Infos (Zimmer, Kosten oder Programm) folgen in Kürze auf:
lichtgeschwindigkeit.de ,rebellenstuetzpunkt.de und in unserem Newsletter welcher auf der RSP Startseite abonniert werden kann.
Wir freuen uns auf EUCH.
Euer
RSP Team