Twilight – Biss zur Mittagsstunde: New Moon
10.12.2009 - 07:05
Wer hätte gedacht, dass sich neben Harry Potter erneut ein weiteres Jugend Buch/Film Epos etablieren könnte? So einfach wie das Liebesdrama von der menschlichen Bella und dem Vampir Edward gestrickt ist, so überzeugend „greifbar“ ist der Stoff. Gelöst von allen altertümlichen Klischees dieser Thematik bewegt sich die Geschichte in bester Teenie Soap Manier. Ausgearbeitet mit netten Gesichtern und hippem Soundtrack, unter anderem steuerten die Editors einen Song für New Moon bei, spielt sich die Fortsetzung erneut in die Herzen von Groß und Klein.
Bella hat Geburtstag und ist nun ein Jahr älter als ihr Vampir Freund Edward. Zum ersten Mal wird sie sich ihrer Sterblichkeit bewusst. Für sie ist klar, dass es für die Beiden nur eine Zukunft geben kann, wenn sie selber zum Vampir werden sollte. Auf der Party schneidet sie sich und bringt mit dem Vergießen ihres Blutes die abstinente Vampirfamilie Cullens in Bedrängnis. Aufgrund des Vorfalls tritt Edward zum Schutz von Bella aus ihrem Leben und lässt sie in eine tiefe Depression fallen. Der Nachbarsfreund Jacob nimmt sich ihrer an. Jedoch wird schnell klar, vielleicht für den Verlauf der Geschichte zu schnell, dass auch er ein Geheimnis verbirgt. Er und seine Freunde verwandeln sich zu Wölfen, die Jagd auf Vampire machen….
Der Stoff ist einfach gestrickt und das ewige hin und her gerissene Liebesdrama kommt in bester kitschiger Manier daher. Aber genau dieser greifbare Stoff macht den Film so liebenswert/unkompliziert. Der Frauenschwarm Edward rückt in New Moon in den Hintergrund. Die entstandene Lücke wird bestens durch den Indianer Jacob ausgefüllt. Seine Schauspielerei gefällt mir um längen besser als die von Edward. Für die Erfüllung der Fortsetzung musste der junge Mann 15 Kilo an Muskelmasse zulegen, welche oft ohne T-Shirt für die jungen Zuschauerinnen zur Show gestellt wird. Dass solch ein Zuwachs in kürzester Zeit nicht ohne Präparate möglich ist liegt auf der Hand, kein gutes Vorbild für die unerfahrenden Kids will ich meinen.
Ab dem Punkt im Film an dem Bella einen auf Adrenalin Junkie macht gewinnt der Film an Fahrt. So kitschig einige Momente auch sind, amüsant sind sie auf alle Fälle. Action ist in New Moon eher spärlich gesät und man lässt sich viel Zeit für die Liebesgeschichte. Spannend wird es dennoch gegen Ende, besonders der Cliffhanger macht Lust auf mehr, zumindest wenn man die Bücher noch nicht gelesen hat. Angeblich soll man sich wieder einmal sehr stark an die Romanvorlage gehalten haben.
Der dritte Teil, welcher teilweise schon neben dem Dreh zu New Moon vorproduziert wurde, soll schon im Sommer 2010 in die Kinos kommen. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Um Längen besser als die letzten Potter Streifen. Hut ab, hätte nicht damit gerechnet, dass man den ersten Teil toppen könnte …
Durchde







