De/Vision, Tenek und Iris Live am 9.9.10 im Saint Oberhausen
29.09.2010 - 19:48Auch wenn ich De/Vision nun schon etliche Male gesehen habe, bieten die Elektropopper immer wieder ein unvergessliches Livefeeling. Ein zweites mal hätte ich mir die Band allerdings nicht auf deren -Popgefahr Tour- gegeben, hätten sie nicht die von mir geliebten Iris als Vorband im Gepäck gehabt…
Das Oberhausener Saint liegt etwas versteckt hinter einem Mc Donalds. Am Eingang vernahm ich Livesound und hoffte nicht schon einen Teil der Iris Show verpasst zu haben. Das Konzert fing über pünktlich an und als Entwarnung erfuhr ich dann, dass vor den beiden Acts gerade Tenek aus England spielten.
Das Innere der Lokation ist im Stil einer Kirche gestaltet und passte bestens zur im Bühnennebel gehüllten untermalenden Stimmung. Das Saint war zwar ausreichend gefüllt, ausverkauft dürfte das Haus allerdings nichts gewesen sein. Am Merchstand nahm ich meinen durchs Onlineticket verlosten Preis in Form einer De/Vision CD in Empfang. Zusätzlich erwarb ich den neuen Iris Longplayer, der hier und heute schon ein paar Tage vor offiziellem Release auf seine Käufer wartete.
Die Engländer Tenek hatten ihr Set schon zur Hälfte rum, was mich nicht weiter störte, da mich deren Sound schon beim letzten Stelldichein eher kalt lies. Der Mesh Bühnenmusiker erledigte einen souveränen Job am Mic und Keyboard, ihr Frontmann, abwechselnd mit Gitarre oder Keyboard bestückt, gab mir zu wenig um mich zu eventuellem Plattenkauf zu animieren. Als zum Schluss eine schnellere Nummer gespielt wurde erwischte ich mich dann doch kurzzeitig mit wippendem Bein, vielleicht sollte ich mir deren Sound doch noch einmal ganz in Ruhe geben…
Die Texaner Iris mit ihrem melancholisch-melodischem Elektropop sind mir mit ihrem Auftritt vor knapp vier Jahren auf dem Pluswelt Festival als bleibendes Erlebnis wollwollend in Erinnerung geblieben. Heute stand die Band zu dritt auf der Bühne. Die knackigen Keyboardsounds in Kombination von Gitarre und Bassgitarre erzeugten einen kernigen Softrock Sound mit unvergleichlich berührenden Melodien. Auch wenn deren Sänger stimmlich leicht angeschlagen war, konzentrierte sich dieser bestückt mit Kopfhörern auf seine Parts. Trotz einiger weggelassener höheren Stimmen, klang dieser ausgezeichnet und versprühte eine ein vernehmende Wärme. Hier wurde Musik gelebt, was sich durch Gesten, Lächeln und sympathische Ansprachen an ihre begeisterten Fans vermittelt wurde. Ein gesunder Mix aus Material von der neuen Scheibe und älteren Platten wurde geboten. Leider wartete ich auf den Song „Annie would i lie to you?“ vergebens…
Die Berliner De/Vision, oftmals verschrieen als Depeche Mode Kopie, bewiesen von der ersten Sekunde an warum sie die sympathischeren Zeitgenossen sind. Publikumsnah, faire Ticketpreise und ständig bemüht den Fans etwas neues zu bieten. Heute standen die beiden Musiker wieder einmal mit ihrem Elektroset zu Zweit auf der Bühne. Musikalisch gab es einen Mix aus der Scheibe Popgefahr und auffällig viel älterem Material. Die Songs werden gerne für das Live Set geremixt und erklingen im frischen Gewand. Über 90 Minuten, inklusive Zugaben gab es Hit um Hit, welche vom Publikum gefeiert wurden.
Auch wenn die Beleuchtung zur aktuellen Tour eher spärlich ausfällt, taucht diese jeden Song in eine feine Lichtfarbe, welche das Songgefühl prima zu unterstreichen wusste…
Durchde








