13.12.2010 - 21:55

[2010 Nuclear Blast]
[www.myspace.com/madball]
Madballs Karriere habe ich schon recht früh nicht weiter verfolgt. -Set it Off- ihr erstes Album ist heute noch ein Klassiker, ihre weiteren Platten erschienen mir damals zu belanglos. Vielleicht lag meine Abneigung aber auch einfach nur an der allgemeinen Übersättigung im New York Hardcore Bereich.
Heute, in der fast jede Band aus der Sparte eher Metalcore spielt und sich dem Tough Guy Gehabe verschrieben hat, klingen Madball, wenn auch nicht weniger prollig als ihre Kollegen, erfrischend.
-Empire- bietet 16x auf die Fresse Core metallischer Art, der seine Ursprünge allerdings deutlich nach außen prägt. Ich genieße diese fast schon dreiste Lockerheit, wie hier mal eben eine Blaupause des modernen New York Hardcore produziert wurde. Auffälligkeiten gibt es auf –Empire- kaum, außer evtl. die Backvocals von Roger Miret zum Track „Shatterproof“ und die spanisch gesungene Nummer „Con Fuerza“.
Größtenteils dominiert Midtempo Sound mit bekannten stilistischen Mustern, druckvoll produziert, ohne Schnörkel und unnötigen Füllelementen auskommend.
Ob am Ende Madball verdient ihr –Empire- betiteltes Album mit einer Krone verzieren dürfen und einen Track dem „Real American Hardcore“ betiteln sollten, sollt ihr entscheiden.
Madball 2010 halten was sie versprechen und lassen mit einem Faustschlag ihre Mitstreiter wie Witzfiguren hinten an stehen…
Tracklist:
01. Invigorate
02. Danger Zone
03. Timeless
04. All Or Nothing
05. Glory Years
06. Empire
07. Shatterproof (feat. Roger Miret)
08. The End
09. Con Fuerza
10. R.A.H.C.
11. Hurt You
12. “Tough Guy”
13. Dark Horse
14. Spider’s Web
15. Delete
16. Rebel4life18
Durchde
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Hardcore |
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11.12.2010 - 09:25

[2010 Asymmetrie/Kids in Misery/Spastic Fantastic Records/Aggresive Plankton Records]
[www.myspace.com/zoschgrrrls]
Yeahhhhhhhh, das passt! Eigentlich wollte ich mir schon vor einiger Zeit das Follow up Vinyl von Zosch zulegen und wurde nun freundlicherweise durch Asymmetrie Records bemustert.
Die 7inch der Kölner Riot Girls hat zwar schon ein paar Monate auf dem Buckel, kann aber auch weiterhin uneingeschränkt empfohlen werden.
Du magst Atari Teenage Riot und stehst auf den Audiolith Kram? Wenn Du das Ganze auch ein wenig punkiger vertragen kannst, wirst Du Zosch lieben! Die Gitarren wurden kurzerhand gegen Keyboards und Sampler getauscht. Hinzu kommt noch eine Portion Konsolensound und bildet so einen äußerst smashigen trendigen Stuff.
Die vier Songs klingen etwas kompakter, als auf der Debüt LP und sind bis auf ein paar Zeilen komplett in englischer Sprache gehalten. Und wieder darf ein altbekannter Riff zwecks cooler Soundbereicherung verstanden werden. Halloweens “Victim of fate” stand Pate bei „Zubroter“, coole Sache.
Hoffe, dass im kommenden Jahr vielleicht wieder eine LP ansteht und vielleicht komme ich auch bald mal in den Genuss die lauten Mädels live zu erleben…
Tracklist:
Overall
Kurze Beine
Scheisse Regen
Zubroter
Durchde
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Elektro, Punk |
Schlagwörter:7inch, Asymmetrie, Kids in Misery, Zosch | Permalink
11.12.2010 - 08:51

[www.myspace.com/knockyoudowndead]
Knock you down, dead. Juhu, endlich liegt die erste Demo CDR der Leverkusener in meinem Player. Die hübsche wenn auch schlichte Aufmachung gefällt schon einmal. Neben einem bedruckten Rohling findet sich ein Sticker in einer durchsichtigen Hülle. Wichtiger ist es den Leuten von ex Profan Inhalte in ihre Musik zu stellen und mit Musikern von Murdock oder Bad Delivery stehen ihnen ebenfalls langjährige Musiker zur Seite. Ich war also sehr gespannt….
Den Wunsch sich im emotionalen Hardcore zu bewegen und einen Schritt zurück zu den Roots der Mid 90ies zu machen, freut mich natürlich ganz besonders. Schon vor 16 Jahren prägten Profan den aggressiven emotionalen Sound in Deutschland nicht unwesentlich und waren seiner Zeit um einiges voraus.
Klischees lassen Knock you down, dead glücklicherweise gleich außen vor und konzentrieren sich in den vier Songs des 2010er Demos auf eigenwillige Kreationen deren Roots erkennbar und dennoch wie neu entdeckt klingen. Die saubere Produktion und Bereicherung von Samples und Soundeffekten vervollkommnen den postmodernen Sound. Diesen schlicht als atmosphärischen Screamo zu bezeichnen, würde der Sache nur im entfernten einen Rahmen geben und deren Sound bei weitem nicht gerecht werden.
Knock you down, dead beherrschen das Laut & Leise Spiel und den Einsatz von epischen Strukturen und das Ganze ohne sich in einem Bereich zu verlieren. Die Elemente dienen dem Wesentlichen, der Transportierung der musikalischen Umsetzung der kritischen Lyriks. Auch wenn die Wutausbrüche einer Eruption gleichkommen und von einem Schreigesang begleitet werden, geschieht dies nicht als Trendmark zum Scremosound.
Der Gesang bedient Sprechgesänge in den zerbrechlichen Parts ebenso wie moderne Hardcoreshouts unterlegt mit Backvocals, welche für Abwechslung und eine persönliche Note sorgen.
Kydd hätten diese Songs eigentlich auch auf eine Mini LP pressen können und brauchen sich durch ihre professionellen Arrangements nicht zu verstecken. In den vier Songs ihres ersten Demos wird mehr gesagt als auf den meisten LPs renommierter Bands. Eine große Sache!!!
Tracklist:
On leather wings
Drama,drama,dismemberama
Home is where the war is
Humiliation is a visual art form
Durchde
2 Antworten | Kategorie:
Emo/Screamo, Hardcore |
Schlagwörter:dead, Demo CDR 2010, Knock you down | Permalink
07.12.2010 - 01:59

Christoph Koch, stellvertretender Redaktionsleiter, ist rundum vernetzt und immer erreichbar. Ein Geisel der modernen Kommunikation, ständig Mails beantwortender Multitask und in zwischenzeitlicher Ablenkung Stunden raubend im Netz verlierend. Selbst im Urlaub oder bei Treffen mit Freunden wird verstohlen aufs Display geschaut, um Gewissheit zu haben keine wichtige Nachricht zu verpassen.
Viele von uns werden, wenn sie nur ehrlich genug zu sich selbst sind, sich wahrscheinlich irgendwo mitten in den oben genannten Züge wieder finden. Wir haben mehr Freunde auf Facebook als im realen Leben. Unsere Einkäufe bringt der Paketdienst und einen Stift brauchen wir gegebenenfalls nur noch zum Unterzeichnen getippter Dokumente.
Ist ein Leben in der westlichen Welt ohne Internet und Handy überhaupt noch möglich? Wie lässt sich die Arbeit als Redakteur ohne Netz erledigen? Wie viele Freunde hat man noch wenn man nicht mehr ständig erreichbar und sich und seinen Mitmenschen Verbindlichkeiten aussetzen muss? Um das herauszufinden und um seine eigene Ruhe zurück zu erlangen, begibt sich Christoph in ein Experiment: Sechs Wochen Offline…
Das 270 Seiten Buch, im Tagebuchformat geschrieben, ließt sich locker und lässt auch schon mal den Spiegel auf sich selbst richten. Der nicht erhobene Zeigefinger und die lustigen Anekdoten machen – Ich bin dann mal offline – zu einem kurzweiligen Lesevergnügen.
Auf der anderen Seite neben Spaß und Lektüre für zwischendurch bietet das Buch reichlich Informationen aus dem Bereich Internetsucht, unvernetzte Gesellschaftszweige und einen Blick in vergangene Tage mit analog Telefon und Briefpost. Gut recherchiert und zum Ende mit reichlich Quellenangaben versehen.
Durchde
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Bücher |
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04.12.2010 - 01:56

Puhhhhhh, dass das Piranha Remake aus den 80ies dermaßen blutrünstig und brutal ausfallen würde, hätte ich nach dem Trailer nicht erwartet. Leicht bekleidet auf dem Springbreak feiern junge Menschen, ständig bedacht ihre körperlichen Vorzüge bestmöglich der Kamera zu präsentieren, dazu lockere Sprüche und Panik auf die im Wasser befindlichen Piranhas…
Wie gesagt, dass sich aus dem anfänglichen High School Happy People Film, in dieser Form versucht massenkompatibel zu halten, ein ekliger brutaler Reißer entwickelt, hätte ich nicht gedacht. Dagegen war selbst vor 25 Jahren der weiße Hai ein Kindergarten. Ob die abgerissene Kopfhaut der in eine Schiffsschraube geratenen Haare, zerfetzte Unterleiber barbusiger junger Dinger oder ein abgebissener und wieder ausgespuckter Penis durch die Piranhas, all dies dürfte ein Freudenfest für jeden Horror Fan darstellen.
Auch wenn das Erscheinen der urzeitlichen Ausführung der Raubtiere plausible durch Öffnen einer Erdspalte und Erklärungen eines durchgeknallten Professors in bester – Zurück in die Zukunft- Manier, so etwas wie das Gefühl eines Realität vermitteln soll, freut sich der Zuschauer am Ende doch eher über einen äußert blutrünstigen Spaß.
Piranha 3D schafft den Spagat zwischen Humor und Horror auf eine angenehme Art und Weise und dürfte uneingeschränkt beide Lager bedienen.
P.S. Piranha 3DD ist schon in Planung und soll in Thailand spielen…
Durchde
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Film Reviews |
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