29.05.2011 - 21:35

Nachdem ich Bad Boy Ullis Buch, welches er nach seinem Rausschmiss aus der Rocker Gang Hells Angels geschrieben hat, gelesen hatte, suchte ich nach weiteren literarischen Einblicken in den Club.
US Undercoveragent Jay Dobyns unterwanderte die Hells Angels in Arizona mit und sammelte Beweise zu Straftaten im Bereich Waffen und Drogenhandel. Der unter dem Namen „Bird“ operierende Pseudo-Rocker schaffte es in relativ kurzer Zeit durch sein kompromissloses Auftreten Sympathien bei den Bad Boys zu erlangen. Immer tiefer drang Jay in die Strukturen des Clubs ein und deren dubiosen Machenschaften. Damit der Ermittler genügend Beweise sammeln konnte, um die operierenden Kräfte verurteilen zu lassen, musste er größtenteils sein Privatleben aufgeben. Immer mehr findet er sich in der Figur „Bird“ wieder und fängt an sich am Leben der Gesetzlosen zu gewöhnen. Das Empfinden zwischen Gut und Böse verwischt immer mehr. Fast wäre seine Ehe zerbrochen und bis heute bewundert Jay die Kameradschaft und den Zusammenhalt der Hells Angels.
Trotz dass am Ende genügend Beweise gestellt werden konnten, gingen folgende Verfahren im Verhältnis günstig für viele Rocker aus. Andere Verfahren wurden mit der Zeit eingestellt oder verliefen im Sand. Jay hatte am Ende Probleme mit der Wiedereingliederung in seinen Job und bekam nicht die nötige Unterstützung von seinem Arbeitgeber. Noch heute soll er von den Hells Angels verfolgt und bedroht werden…
-Falscher Angel- bietet einen schonungslosen Einblick in den Rocker Club. Am Ende fesselte mich der Roman deshalb so besonders, da er zwar teilweise das Aufklärungsmuster bedient auf der anderen Seite aber auch wie ein Psychologischer Krimi anmutet.
Durchde
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26.05.2011 - 09:25
Vor ein paar Tagen habe ich das erste US Teaser Poster zum kommenden 4. Teil der Twilight Saga gefunden.
Hmmmm, mehr als eine kurze Ankündigung ist es leider wirklich nicht geworden…

Durchde
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23.05.2011 - 07:32

[Vö: 27.05.2011 Neurot Recordings]
[myspace.com/acrossstundras]
Arcoss Tundras aus Nashville/Tennessee haben auf Neurot Recordings eine passende Heimat gefunden. Das nunmehr fünfte Werk des Trios müsste sich beim Post Metal orientierten Label der Neurosis Musiker äußerst wohl fühlen.
-Sage- zeigt Möglichkeiten, dass im Genre immer wieder Platz für Innovationen zu finden ist und die Musiker lassen neben 70ies Rock Elementen ihren beheimateten Country Sound einfließen. Das Fundament bildet ein Klangteppich, der schleppend und trotz Trägheit sehr wuchtig in Erscheinung tritt. Die Stimmung auf -Sage- malt weniger bedrohliche destruktive Farben als erwartet. Ich möchte eine verträumte Lagerfeuerromantik, erzählt von einem geschundenen Cowboy, heraus hören. Endlose Ritte durch die Prärie, Sand in den Stiefeln und blutrote Sonnenuntergänge drängen sich ins Gedächtnis, wenn Across Tundras von ihren Bomastparts abweichen.
In einigen Momenten könnte man meinen, dass Fu Manchu Neurosis im Studio besuchten und bei einer Gemeinschaftsproduktion reichlich alte Black Sabbath Scheiben hörten.
Eine psychedelische Note ist unverkennbar. Die variablen Beats und zahlreichen Ideen lassen die Vermutung zu, dass hier mindestens eine Handvoll Musiker ihre Instrumente bearbeiteten.
Der rauchig/raue Gesang, welcher sich am Stoner Sound orientiert, verleiht einigen Passagen einen melodischen Ton.
Allerdings hätte den aus Musik geformten lebhaften Bildlandschaften, welche sich durch mehrmaliges Hören weiter ausschmücken, ein passenderes Artwork besser gestanden.
Ansonsten hat Across Tundras mit ihrem neusten Release -Sage- reichlich zu bieten.
Tracklist:
1.In the Name of River Grand
2. Hijo de Desierto
3. Buried Arrows
4. The Book of Truth
5. Tchulu Junction
6. Mean Season Movin On
7. Shunka Sapa
Durchde
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Indi, Metal/Rock |
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16.05.2011 - 12:31
“Closer to Real” vom aktuellen Album -Blacklight- der texanischen Elektro Popper Iris:
Durchde
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Videos |
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13.05.2011 - 03:43
1. April 2011 Live: The Tips, NiveaulosGut, Alarmstufe Gerd und Special Guest (KSM40 und The Omnipresent Disease fielen aus)
Es ist schon sehr lange her, als ich das Haus der Jugend in Neuss zuletzt besuchte. Am 1. April standen Alarmstufe Gerd auf dem Plan, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Nach einer flachen 1. April Verlade an der Tür, zahlte ich gerne den fairen Eintrittspreis von 5 Euro für 5 Bands.
Leider spielten The Omnipresent Disease nicht, die meisten gelisteten Kapellen sagten mir eigentlich nichts. Da Alarmstufe erst als vorletzte Band spielten, stellten wir uns auf einen langen Abend ein. Wir machten es uns an der Bar gemütlich und tranken uns durchs reichhaltige Fritz Limonaden Sortiment des Hauses. Neben uns begannen die ersten beiden Bands, welche zwar nicht schlecht klangen, mich jedoch nicht dazu bewegten vom Hocker zu steigen. Das Haus war mittelprächtig gefüllt, jedoch dürfte ein Großteil des Publikums die Bands und deren Bekanntschaften ausgemacht haben. Der Mischer verstand seinen Job und im Haus herrschte eine prima Stimmung. Das recht junge Publikum verstand es Party zu machen und ließ es bei Confrontation richtig krachen. Da Konfetti Verbot für die Neusser Thrash Punkband bestand, wurde ersatzweise aus vollen Rohren mit Klopapier geschmissen. Das Haus glich einem Schlachtfeld, in dem ein wütender Mob tobte. Der Sänger mischte im Publikum fleißig mit. Auf der Bühne bearbeiteten seine Kollegen ihre Instrumente und sorgten für einen geilen Stopp an Go Core der alten Schule. Kurz und präzise auf den Punkt gebracht. Kritisch sein, das ganze mit einem Lächeln auf den Lippen beherrschten Confrontation mit Bravur. Haben mich wirklich überrascht, sollte man unbedingt mal im Auge behalten…..
Alarmstufe Gerd legten ebenfalls ein furioses Set hin. Impulsive Salven, welche nicht länger als eine Minute dauerten, komprimierten das Ungestüm des Punks auf ungezügelte Weise. Der Wortwitz, nicht selten provokativer und aufmunternder Natur des Frontmanns, beinhaltete eben soviel Witz wie Gesellschaftliche Kritik. Nicht selten schien das Publikum bei den Ansagen etwas irritiert, but it`s Punk Baby. Alarmstufe Gerd boten mir Live die Erwartungen, welche ich nur von ihren Aufnahmen kannte und neben dem kritischen Inhalt kamen sie sehr sympathisch und amüsant rüber. Die Zuschauer dankten der Band mit reichlich Applaus und wilden Tanzeinlagen.
The Tips schauten wir uns nicht mehr an, vier Bands an einem Abend sollten uns alten Säcken für heute Abend reichen. Ich hoffe wir haben nichts verpasst….
Durchde
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Show Review |
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09.05.2011 - 07:44

[Let it burn Release Date 17 Juni 2011]
[www.myspace.com/xanchorx]
Die Schweden Anchor liefern Mitte Juni endlich ihre 2. CD ab. Das auf dem Münchener Hardcore Label Let it Burn erscheinende Werk hört auf den Namen –Recovery- und weis gleich am Anfang zu überraschen…
Die Einleitung des Albums klingt etwas irreführend und kommt eher rockig/melodisch rüber. Keine Angst, schon mit dem zweiten Song „Hemingway“ lenken die Vegan Edger ihr Schiff wieder ins gewohnte Fahrwasser. Angepisster Hardcore, der die New School Schiene vertritt und seine Eigenständigkeit in seiner kompromisslosen wütenden Art findet. Ob Moshig angereichert, straight nach vorne donnernd oder sich durch Judge nicht unähnliche Midtempo Passagen schlagend, das Konzept von –Recovery- stellt die Unzufriedenheit über menschlichen Missstände und den schmerzlichen Umgang mit unserem Lebensraum dar. Die manifestierte Wut, Frust und Ohnmächtigkeit dessen fungiert auf –Recovery- als verarbeitendes Instrument. Auch wenn es kaum Schnörkel oder Experimente auf dem neuen Album gibt, fallen mir besonders die gestreuten Melodieläufe zu dem ansonsten straighten brutalen Riffing auf. Einen fast meditativ, verträumten und emotionalen Moment erlebt man im letzten drittel vom Song „Echo“. Auch „No Love“ greift gegen Ende als Kontrast zu den ansonsten kernigen „In your face“ Sound in die Gefühlskiste. Genau durch diese stilistischen Merkmale hebt sich –Recovery- vom einerlei ab. Man sollte sich die nötige Zeit nehmen, um sich mit den Texten auseinander setzen. Erfreulicherweise shouten Anchor ihre Message ohne den erhobenen Zeigefinger.
-Recovery- ist die passende musikalische Untermalung zur kritischen Analyse unseres Handelns. Die Idylle des Artworks täuscht ebenso wie der Opener. Ansonsten werden keine Kompromisse gemacht, um unmissverständlich aufzuräumen. Musikalisch ist dies Anchor auf alle Fälle wieder gelungen…
Tracklist:
1. Testament
2. Hemingway
3. Awakening
4. Echoes
5. Recovering
6. In Sickness and in Health
7. The Insight
8. Lake Elsinore
9. No Love
10. Sleeping World
11. Skies of Confinement
Durchde
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Hardcore |
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07.05.2011 - 08:07

[Let it Burn Records Release: 3 Juni 2011, CD & Download]
[www.myspace.com/thehaverbrookdisaster]
The Haverbrook Disaster ordnete ich in Vergangenheit eher zu den unauffälligeren Kombos. Zu viel Metal und zu wenig Hardcore für meinen Geschmack Man bediente auf den ersten Releases lieber die monotone Bollo Schiene, anstelle den ausgeprägten Fähigkeiten eine eigenständige Note zu verpassen.
Mit der ersten Full Length, der nun auf Let it burn beheimateten Band, ist den Haverbrooks der Sprung über den eigenen Schatten gelungen. Die Karlsruher gestalten ihr Songwriting flexibler und mit der Unterstützung von Produzent Zeuss (arbeitete schon mit Hatebreed oder Bleeding Through) ist im Planet Z Studio ein Metalcore Album der gehobenen Klasse entstanden. Gesangliche Unterstützung gab es unter anderem von Thick as Blood und The Blackout Argument.
Auf -Hopeward Bound- wurde das gute Stück getauft und bietet 12 Tough Guy Core Tracks von fünf jungen Herren, welche trotz des deftigen Styles nicht zum lachen in den Keller gehen. Der Bandname allein sorgt für den nötigen Kontrast zum Sound.
-The Hopeward Bound- vereint die rebellische Art des Hardcores, die technische Versiertheit des Metals und einige Melodic Parts.
Auch wenn der Sound nicht selten von Downtunes mit moshigen Gitarren dominiert wird, ergänzt sich der derbe Gesang prima mit den emotional angehauchten punkigen Strophen. Erfreulicherweise driften The Haverbrook Disaster nie in popige Gefilde oder klingen aufgrund der stilübergreifenden Elemente gefällig. Schädelspaltende, messerscharfe Gitarrenriffs treffen auf ungewöhnliche und überraschend eingearbeitete Melodien, welche neben aggressiv gefauchten Shouts zu kleinen Hits kristallisieren. Auf die Spitze getrieben und der herausstechendste Song des Album ist zweifellos „Talking Big“ und empfehle diesen daher als Anspieltipp. Grandiose Nummer und ein cooles überraschendes Album!
Tracklist:
Howling With The Wolves
The Runiner
Hopeward bound
Mr. No Regrets
An Offer You Can’t Refuse
Talking Big
Oceanic 815
On With The Show
This Train Will Call at…
Define Me
Yesterday or Never
Rewind
Durchde
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Hardcore |
Schlagwörter:Hardcore, Hopeward Bound, LET IT BURN RECORDS, Metal, Metalcore, Punk, The Haverbrook Disaster, The Simpsons | Permalink
06.05.2011 - 20:40

[2011 Let It Burn Records Release Date 10. Juni 2011 CD & Download]
[www.facebook.com/thenewrecruits]
Boy Sets Fire Frontmann Nathan kann einfach nicht die Füße still halten. Kaum sind The Casting Out Geschichte hat der charismatische Sänger mit The New Recruits auch schon wieder ein neues Baby am Start. Mit Robert, ebenfalls bei BSF tätigt, Chrissi Bischoff (Stimillion), Flo Kämmerling (Flyswatter) und Flo Gudzent (Flyswatter, My Hero Died Today) haben sich hochkarätige Musiker zusammengefunden und präsentieren mit -The Ten Count- eine five Track EP, die meine Erwartungen völlig übertrifft. Entspannend und Genre lösend klingen The New Recruits und verarbeiten Punk im Grundtenor ebenso wie Rock, Indi und Pop im klassischen Sinne. Zusammengehalten wird das ganze von einem 70ies angehauchten Geflecht, das ihrem charmanten Garagen Sound ein sympathisches Retrofeeling beschert.
Von der Stimmung her lassen sich Parallelen zu The International Noise Conspiracy ausmachen. Packender Groove, Handclap kompatible, an gewissen Stellen will ich Perkussion und Orgeleinsätze heraushören. Über all dem steht Nathans unverkennbarer Gesang, welcher wieder vermehrt nach Boy Sets Fire klingt. Mit der Fülle an verarbeiteten Ideen und Genre übergreifenden musikalischen Stilen halten sich The New Recruits alle Türen offen, um hoffentlich zukünftig weitere interessante Spielweisen für sich zu entdecken.
Mit ihrem ehrlichen rauen Sound, losgelöst von allen Erwartungen, klingen The New Recruits frisch und unverbraucht. Let it Burn haben den richtigen Riecher bewiesen. Mutig sich als (Metal) Core Label auf solche Experimente einzulassen!
Tracklist:
1. What Have We Got To Lose
2. I Want More
3. This Party Is Totally Crashing
4. Step By Step
5. My Charade
Durchde
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Hardcore, Indi, Punk |
Schlagwörter:Boy Sets Fire, Let it burn, The Casting Out, The New Recruits, The Ten Count | Permalink