Falscher Engel: Mein Höllentrip als Undercover-Agent bei den Hells Angels – Review
29.05.2011 - 21:35
Nachdem ich Bad Boy Ullis Buch, welches er nach seinem Rausschmiss aus der Rocker Gang Hells Angels geschrieben hat, gelesen hatte, suchte ich nach weiteren literarischen Einblicken in den Club.
US Undercoveragent Jay Dobyns unterwanderte die Hells Angels in Arizona mit und sammelte Beweise zu Straftaten im Bereich Waffen und Drogenhandel. Der unter dem Namen „Bird“ operierende Pseudo-Rocker schaffte es in relativ kurzer Zeit durch sein kompromissloses Auftreten Sympathien bei den Bad Boys zu erlangen. Immer tiefer drang Jay in die Strukturen des Clubs ein und deren dubiosen Machenschaften. Damit der Ermittler genügend Beweise sammeln konnte, um die operierenden Kräfte verurteilen zu lassen, musste er größtenteils sein Privatleben aufgeben. Immer mehr findet er sich in der Figur „Bird“ wieder und fängt an sich am Leben der Gesetzlosen zu gewöhnen. Das Empfinden zwischen Gut und Böse verwischt immer mehr. Fast wäre seine Ehe zerbrochen und bis heute bewundert Jay die Kameradschaft und den Zusammenhalt der Hells Angels.
Trotz dass am Ende genügend Beweise gestellt werden konnten, gingen folgende Verfahren im Verhältnis günstig für viele Rocker aus. Andere Verfahren wurden mit der Zeit eingestellt oder verliefen im Sand. Jay hatte am Ende Probleme mit der Wiedereingliederung in seinen Job und bekam nicht die nötige Unterstützung von seinem Arbeitgeber. Noch heute soll er von den Hells Angels verfolgt und bedroht werden…
-Falscher Angel- bietet einen schonungslosen Einblick in den Rocker Club. Am Ende fesselte mich der Roman deshalb so besonders, da er zwar teilweise das Aufklärungsmuster bedient auf der anderen Seite aber auch wie ein Psychologischer Krimi anmutet.
Durchde

