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    Irgendwie unter gegangen…

    Der Tag hat leider nur 24 Stunden und so bleiben oftmals Platten, welche ich mir selber zugelegt habe unbesprochen. Schade nur wenn etliche im letzten Jahr bei mir rauf und runter liefen, aber trotzdem auf DW keine Erwähnung fanden. Der Vollständigkeit halber möchte ich dennoch ein paar Zeilen zu folgenden Scheiben schreiben, da mir diese Scheiben heute immer noch reichlich Begeisterung schenken.

    Cat Party – Rhapsody in Black

    Auf dem zweiten Longplayer der Kalifornier geht es zwar deutlich flotter zur Sache,
    von Farbenfreude und Fröhlichkeit kann es bei dem unterkühltem Punkigen Wave Sound immer noch keine Rede sein. Joy Division und Wipers standen Pate.

    Junius – Reports from the threshold of Death

    Mit jedem Release entwickeln sich Junius unaufhörlich weiter. -Reports from the threshold of Death- erzählt Geschichten von der Schwelle des Todes und dem reflektierten Leben in dieser Phase.
    Man zeigt sich deutlich poppiger und straighter als zuvor, was nicht bedeuten soll, dass die Jungs ihren bombastischen Sound herunter gefahren haben. Vergleiche von The Smith bis hin zu Neurosis las ich in Besprechungen, passt ganz gut. Reichlich Hall trifft auf einen herrlichen warmen durchdringenden Gesang.

    Night Birds – The Other Side of Darkness

    Feinsten 80ies Retro Punk Hardcore gibt es nach Sniffing Glue, OFF! und Cerebral Ballzy ebenfalls von diesen Kids aus New Jersey. Auch hier steht eine Mixtur aus Blag Flag, Circle Jerks und Konsorten auf dem Plan. Man hört auch Agent Orange mit ihren Surf Einflüssen und den melodischen Hooks von D.I. heraus. Nach einigen 7inches gibt es mit -The Other Side of Darkness- nun das erste Full Lenght der Band.

    We fade to gray – Disappearances

    Auf der Split 7inch mit Mock hatten mich We fade to gray gefesselt. Ein wenig frühe Karate und ein Fünkchen Monochrome gibt es auch auf deren ersten LP zu hören.
    Ich liebe ihr Laut/leise Spiel und den oftmals chilligen Lounge Sound. -Disappearances- stellte für mich 2011 das interessanteste Post Indi Punk/Rock Album. Eine großartige Platte, welche gerade wieder ihre Runden dreht und selbst nach einigen Monaten immer noch weiter wächst …

    Atari Teenage Riot – Is this Hyperreal?

    Wer hätte gedacht, dass 12 Jahre nach -60 Seconds Wipe Out- und dem Tod von Carl Crack Alec Empire Atari Teenage Riot reaktivieren würde. Zündstoff in politischer Sicht gibt es zu genüge. Die Macht und die Gefahren des Internets kann wohl keine Band besser mit ihrem aggressiven Mix aus Hardcore und Techno Sound technisch umsetzen. Leider ist Hanin Elias nicht mehr dabei und die Gesänge sind nicht mehr ganz so überdreht. Dennoch stellt -Is this Hyperreal?- ein provokantes Werk auf ganzer Linie dar und es wird wie gewohnt kein Blatt vor den Mund genommen.

    Egotronic – Macht keinen Lärm

    Auch 2011 boten Egotronic eine neue Platte. -Macht keinen Lärm- enthält in der CD Version als Bonus eine informative DVD über die nunmehr 10jährige Geschichte der Elektro Punks.
    Der Sound klingt weitaus eingängiger und poppiger als früher. Keine Angst gefällig sind die partywütigen Anarchos dennoch nicht geworden und sie machen ihren politischen Standpunkt weitaus offener klar als viele Punkbands. -Macht keinen Lärm- hätte ein Top Album sein können, wenn nicht nach jedem Song ein dämlicher Einspieler über die Band aus der Sicht Bandbeteiligter gequetscht würde. Bremst das Album gewaltig…

    Durchde

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