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    Light Your Anchor – Hopesick

    26.06.2013 - 07:04

    lightyouranchor

    [Vö: 14.06.2013 Let it burn Records]
    [www.facebook.com/lightyouranchor]

    Auch wenn die Hamburger Light your Anchor auf ihrem Artwork die Hafenidylle ihrer Heimat huldigen, gibt es auf -Hopesick- keine musikalischen Vertreter der Gattung „Seemann Punk“ und noch weiter entfernt bewegen sie sich von der interlektuellen Schule. Light your Anchor haben sich irgendwann bei einem Bierchen getroffen und dabei mal so ordentlich die 90ies Fat Wreck Chords und Epitaph Kante gegeben. Schade nur wenn man nach solch einem Rausch der Nostalgie aktuellen Stuff ähnlicher Machart im Melodic Core Sektor vermisst und für Nachschub nur bedingt gesorgt ist. Glücklicherweise beherrscht das Fünfer Gespann außerordentlich gut ihre Instrumente und sie bewiesen schon im Vorjahr auf ihrer Debüt EP, dass sie ihre musikalische Lektion verstanden haben. Der favorisierte Sound wurde anschließend entstaubt und zeitgenössisch interpretiert. Schnöde, poppige Gefälligkeits Mucke für picklig/rebellische Teenager bleibt glücklicherweise außen vor und man lässt es lieber so ordentlich krachen.
    Im Intro hallen aus dem Off verzweifelte Screams zu Pianoklängen und leiten zu einem toughen, flotten Hardcorebrett über, welches geschickt mit harmonievollen, melodischen Bögen und als Garnierung mit Crewshouts und fiesen Vocalsparts gepaart wird. Light your Anchor springen fröhlich zwischen den Stühlen alter und zeitgenössischer Hardcore Sparten umher.
    Irgendwie klingt das ganze nach punkigen, kleinen Brüdern von The Haverbrook Disaster.
    Freunde oben genannter Spielarten können mit -Hopesick- nichts falsch machen.

    Tracklist:
    1.Hopesick
    2.Withered And Burned
    3.Fall And Stand
    4.Deaf Inhabitant
    5.Buried In My Mind
    6.The Old Men And The Scene
    7.Interlude
    8.Break The Routine
    9.Start From Scratch
    10.This Path
    11.Sparkle Of Hope
    12.Chasing Ghosts
    13.Carry On

    Durchde


    AYS – Suburban Haze -

    18.05.2013 - 08:00

    ays2013

    [Vö: 8.3.2013 Let it burn Records]
    [www.facebook.com/SoulWrecked]

    10 Jahre wüten Against Your Society nun schon, sie hatten genügend Zeit zu reifen und stellen eins der Aushängeschilder des deutschen Hardcores dar. Mit der fünf Track EP -Suburban Haze- gibt es nun endlich wieder einen neuen Tonträger von den Jungs und eines vorab: es gibt gehörig was auf die Lauscher!
    Wuchtige Drums, schneidene Gitarren Riffs und ein wütender Gesang mit ausreichend Variantenreichtum dominieren den Sound. Neben einem kurzen Solie gibt es ansonsten keine weiteren Spielereien, man versiert sich strickt auf dem Punkt zu bleiben, um die rohe Wut ungefiltert zu kanalisieren. -Suburban Haze- kommt deftig fies und brilliert in den Momenten, in denen die Handbremse gezogen und derb wie bei einer Dampfwalze gleich alles zermalmt wird. Die Buben haben erfreulicherweise nie vergessen wo sie und der Hardcoresound sein zu Hause haben und sie machen ihre Punk Prägung immer wieder deutlich. Auch wenn man sich im Laufe des 10jährigen Bestehens immer metallischer zeigt, ist der Kern gleich geblieben und AYS lassen es heute sogar wütender und angepisster als je zuvor klingen. Der Platz auf dem Münchener Hardcore Label dürfte für die Jungs die passende Heimat sein, auch wenn schon zuvor die halbe Welt betourt und so ziemlich mit den wichtigsten Bands aus dem US Sektor gespielt wurde.

    Was soll da noch kommen? Ich bin gespannt darauf, verdient haben es die Jungs auf alle Fälle!

    Tracklist:
    Suburban Haze
    Ambitions
    Bad Charm
    Orphans
    Blind Faith

    Durchde


    The Haverbrook Disaster – Weather the World

    15.05.2013 - 08:17

    haverbrook2013

    [Vö: 5.4.2013 Let it burn Records]
    [www.facebook.com/thehaverbrookdisaster]

    Dass die seit 2011 beim Hardcorelabel Let it Burn Records beheimatet Band keine Eintagsfliege sein sollte, zeigte die aufs grandiose Debüt Album -Hopeward Bound- folgende Split EP mit Demoraliser. Die Jungs mauserten sich von den ersten Gehversuchen zu Zeiten der ersten EP von eher tristem Metalcore Sound zu einer modernen ernst zunehmenden Band, die es versteht mit zweistimmigem Gesang und unter Hinzunahme treibender Melodiebögen zu überzeugen. Dieser Stil, welcher in den Grundzügen sicherlich ebenfalls nicht neu, bei den Haverbrook dennoch eigenständig ist, hat dank dem ausbalancierten Mix aus Melodie und Härte nicht nur meinen Nerv zu 100 % getroffen. Mit -Weather the World- stehen seit Ende April 11 neue Tracks auf dem Programm, die unter Aljoscha Sieg in den Pitchback Studios eingespielt und durch Brian Hood in den 456 Recording Studios ihren Feinschliff bekommen haben. Das Album hat darüber hinaus Unterstützung im Studio von Lionheart, Stick your guns oder Demoraliser erhalten und ist gerade dabei die deutschen Bühnen mit diesen und zahlreichen weiteren Granaten aus der Szenen zu teilen.

    The Haverbrook Disaster gehören für mich zu der Kategorie an Bands, zu der ich eigentlich keine Erklärung bräuchte und die blind aus dem Stehgreif funktionieren. Die Jungs werden sicherlich tolle Lyriks erstellt und sich beim Schreiben eine Menge gedacht haben, aber für mich reicht der musikalische Genuss allein und ich möchte mich dabei von nichts ablenken lassen. Mit -Weather the World- sind Haverbrook Disaster musikalisch weiter gereift und nun vollends erwachsen geworden. Die etwas dunklere Grundstimmung und die dezent zurück genommenen poppigen Tunes haben dem Sound sehr gut getan Die Tracks sind auf einer Seite kernig hart auf der anderen Seite werden zu den toughen Shouts feine Melodien eingeflochten, welche in keiner Sekunde die Power der Band schmälern. Mitreißend grandios ist das neuste Output der Haverbrooks geworden und sollte sich unbedingt auch mal von Freunden, welche eher nicht auf metallische Klänge gepolt sind ,zu Gemüte geführt werden. -Weather the World- bietet reichlich und ich denke, dass für fast jeden etwas dabei sein dürfte.

    Tracklist:
    Break step
    Rich heart I
    Tightrope walkers
    264
    The chosen few
    Cold wind
    Epitaphs become meaningless
    Mother sun
    Rich heart II
    Outreach
    Know the ropes

    Durchde


    Marathonmann – Die Stadt gehört den besten EP auf Let it burn Records !!!

    15.05.2012 - 04:00

    [2012 Let it burn Records]
    [www.facebook.com/marathonmannband]]

    Die Debüt EP der Münchener Post Punks Marathonmann erscheint endlich auch als CD!
    Mit einem physikalischen Release habe ich ehrlich gesagt nicht mehr gerechnet. Das Sublabel Acuity Records aus dem Hause Let it Burn Records zeigt hiermit, dass ihre Digital Only Releases auch den Sprung zu einem greifbaren Produkt schaffen können. Es wäre auch wirklich schade gewesen, denn das mit – Die Stadt gehört den Besten – betitelte Werk stellt eins der besten Releases aus dem Hause des Münchener Hardcore Labels dar.

    Wer bis dato noch nicht mit Marathonmann in Berührung gekommen ist empfehle mein Review vom Anfang des Jahres aus dem nun zitiere:

    “Mit den Newcomern Marathonmann aus München erweitert das dort ansässige Label Let it Burn Records seine musikalische Bandbreite. -Die Stadt gehört den Besten- stellt eine erfrischende Auflockerung im eher Metal Core orientiertem Programm. Anfang Februar bringt das Label eine drei Song EP auf seinem Digital Only Ableger Acuity Music auf den Markt.

    Marathonmann reihen sich nach dem ersten Eindruck stilistisch neben Matula, Captain Planet und Duesenjaeger ein. Mit dem zweiten Durchlauf offenbaren die Musiker mehr Tiefe und bedienen sich neben Emotionalem Punk und Post Punk Sound vermehrt an druckvolle Hardcore Elemente. Der Opener „Hier fängt alles an“ kommt mit nur einer Textzeile aus.
    Das Zusammenspiel der wenigen Worte und den musikalischen Steigerungen, hat einen gewissen Mid 90ies Emocore Flair. „Die Stadt gehört den besten“ erinnert dann eher an oben genannte Bands und entpuppt sich im Refrain als kleiner Hit. Zu den melodischen Parts gibt’s breakreichen Core. Die Stimme wechselt von gesprochen zum Schreigesang, welcher an der Grenzen kratzt aber immer verständlich bleibt. Reflektiert werden Geschichten von Freundschaften, dem Älter werden und Nachdenklichkeit.
    Marathonmann zelebrieren immer wieder Momente, in denen sie ordentlich auffahren, und neben stimmungsvollen Parts, ganz besonders im letzten Track „Briefe von gestern“ aggressive Töne einstreuen und so ihren Wiedererkennungswert steigern.

    Großartige Geschichte! Eine prima Auswahl, kein Ausreißer dabei. Auf diesem hohen Niveau wird es sicherlich schwierig sein ein ganzes Album zu bestücken, ich bleibe dran…”

    Tracklist:
    Hier fängt alles an…
    Die Stadt gehört den Besten
    Briefe von Gestern

    Durchde


    Virtue Concept – Sources

    12.05.2012 - 22:05

    [Als Digital Release bei Acuity Music (Sublabel von Let it Burn Records) oder als CD auf Monster Artists Release Date 2.7.2012]
    [www.virtueconcept.blogspot.de]

    Virtue Concept ist eine noch recht frische Combo aus Regensburg und kommt nach gerade einem Jahr Bestehen zum Einstand mit einem 11 Song Debüt an den Start. Statt sich erst einmal gemächlich zu etablieren geben die Bayern gleich Vollgas. Anfangs fühlte ich mich vom Artwork stilistisch auf eine falsche Fährte gelockt. Der Slogan „Appreciate the earth that makes you wonder, that makes you smile“ im Zusammenhang mit dem abstrakten Gemälde aus der Feder von Andreas Presi könnte modernen Emo oder Post Hardcore beinhalten. „Vom Hardcore beeinflussten Metal“ möchte man mir dann im Infosheet verkaufen. Ich dachte das läuft ansonsten eher anders rum. Um gleich von Anfang an soundtechnisch bestens aufgestellt zu sein und mit ihrer -Sources- betitelten Full Lenght schon einmal in diesem Bereich keine Fragen offen zu lassen, haben die Jungs ihre Gitarren und den Gesang im Studio vom Dedlock’er Sebastian aufgenommen. Um die Drums kümmerte sich das Kohlekeller Studio.

    Wo die musikalische Quelle von Virtue Concept entsprang, ist nach dem Piano getragenem Intro rasch ausgemacht. Die Regensburger sind definitiv keine Anfänger an ihren Instrumenten und streuen meisterhaft zahlreiche melodische Versatzstücke in ihren Rhythmus orientierten aggressiven Sound. Doch ins Angry and Proud Image des Metalcores lassen sich die Jungs, des trotz dort angelehnten Gesanges und streckenweise moshigen Break Beats, nicht stecken. Die zahlreich gesetzten Versatzstücke im Zusammenspiel mit dem dynamischen Drumming beweist, dass die Jungs weitaus mehr drauf haben als stumpfen Bad Boy Sound. Dadurch könnten sie vielleicht sogar den ein oder anderen hartnäckigen Metal Head erreichen, der mal Bock hat seinen musikalischen Horizont zu erweitern. Glücklicherweise gibt es zu den zahlreichen Melodiebögen keine Cleanvocals, so dass -Sources- die kompletten 35 Minuten Spielzeit über aggressiv und kompromisslos bis zum Ende bleibt.

    Tracklist:
    Intro
    Grey days
    Shutdown of existence
    Treasure hunt
    Black sand
    Awake
    Blood line
    Interlude
    The Ark
    Vicious circle
    The law of the jungle

    Durchde


    Marathonmann – Die Stadt gehört den Besten EP

    31.01.2012 - 07:29

    [2012 Acuity Music Digital Download (Let it Burn Records) Release Date 3.2.2012]
    [www.facebook.com/marathonmannband]

    Mit den Newcomern Marathonmann aus München erweitert das dort ansässige Label Let it Burn Records seine musikalische Bandbreite. -Die Stadt gehört den Besten- stellt eine erfrischende Auflockerung im eher Metal Core orientiertem Programm. Anfang Februar bringt das Label eine drei Song EP auf seinem Digital Only Ableger Acuity Music auf den Markt.

    Marathonmann reihen sich nach dem ersten Eindruck stilistisch neben Matula, Captain Planet und Duesenjaeger ein. Mit dem zweiten Durchlauf offenbaren die Musiker mehr Tiefe und bedienen sich neben Emotionalem Punk und Post Punk Sound vermehrt an druckvolle Hardcore Elemente. Der Opener „Hier fängt alles an“ kommt mit nur einer Textzeile aus.
    Das Zusammenspiel der wenigen Worte und den musikalischen Steigerungen, hat einen gewissen Mid 90ies Emocore Flair. „Die Stadt gehört den besten“ erinnert dann eher an oben genannte Bands und entpuppt sich im Refrain als kleiner Hit. Zu den melodischen Parts gibt’s breakreichen Core. Die Stimme wechselt von gesprochen zum Schreigesang, welcher an der Grenzen kratzt aber immer verständlich bleibt. Reflektiert werden Geschichten von Freundschaften, dem Älter werden und Nachdenklichkeit.
    Marathonmann zelebrieren immer wieder Momente, in denen sie ordentlich auffahren, und neben stimmungsvollen Parts, ganz besonders im letzten Track „Briefe von gestern“ aggressive Töne einstreuen und so ihren Wiedererkennungswert steigern.

    Großartige Geschichte! Eine prima Auswahl, kein Ausreißer dabei. Auf diesem hohen Niveau wird es sicherlich schwierig sein ein ganzes Album zu bestücken, ich bleibe dran…

    Tracklist:
    Hier fängt alles an…
    Die Stadt gehört den Besten
    Briefe von Gestern

    Durchde


    Bear – Doradus

    06.11.2011 - 09:53

    [2011 Let it burn Records]
    [www.myspace.com/bearpropaganda]

    Die Belgier Bear sicherten sich erst im Frühjahr mit der -Abstractions 2.0- EP einen Platz im Let it burn Rooster und sorgen nur wenige Monate später mit dem Full Lenght Debüt -Doradus- für Nachschub. Ihr komplexer Chaos Core kommt dieses mal in einer besonders stylischen Aufmachung. Da das Auge bekanntlich mit isst, wählte man fürs Coverartwork das hübsche Hugo Boss Modell Anouck Lepere…

    Zwecks Produktion haben sich die ex Musiker von The Setup und Death before Disco für ihren ausgetüftelten Sound mit Sven Jansssens ins Red Left Hand Studio verschanzt und konnten Alan Douches (arbeitet unter anderem mit Converge, Dillinger Escape Plan,Mastodon..) fürs Mastering gewinnen. So klingen die neuen Tracks noch druckvoller als auf ihrem Label Einstand und man wählte diesmal eine düstere Klangfarbe. Nicht selten klingen Soundkonserven technisch orientierter Bands recht steril. Bear gehen auf -Doradus- einen deutlich raueren Sound an, welcher trotz den metallischen Elementen ihre Hardcore Roots erkennen lässt.
    Mit rascher Breakfolge und vertrackten Parts beherrschen Bear den Spagat komplexe Klanglandschaften zu kreieren und trotzdem nachvollziehbar zu bleiben. Man klingt heute etwas differenzierter und versteckt in den mathematisch ausgetüftelten Schemata kurze aufblitzende Melodien sowie kernige druckvolle Rock Tunes.

    Bears Sound hat sich um die nötigen Nuancen geweitet, um weiterhin zu überraschen und sie haben es verstanden, dass ein wenig Eingängigkeit keineswegs ein Verlust an „Härte“ bedeuten muss. Den Höhepunkt bietet der Titeltrack, in dem mit Hilfe von elektronischer Unterstützung und unterschiedlichen Gesangsstimmen neue Pforten geöffnet wurden, um auch zukünftig interessant zu bleiben.

    Tracklist:
    Equanity
    The Flood
    Wreckthings
    Chariots
    White
    The Nightwolves
    Doradus
    Safety,Trigger, Breach
    C.Sewell
    98.6
    Nadii se Muere

    Durchde


    Till We Drop – The Summer Triangle

    05.11.2011 - 08:54

    [2011 Let it Burn Records]
    [http://hu-hu.facebook.com/tillwedrop]

    Auch wenn das Releasesdate des Till We Drop Debüts stimmungstechnisch besser in den Sommer gepasst hätte, funktioniert der sonnige Sound der Budapester ebenso hervorragend in der dritten Jahreszeit, welche glücklicherweise zahlreiche Sonnenstunden bereit hält.
    Ihre mitreißenden Melodien und der Harmonie starke Gesang laden förmlich zu nicht enden wollenden Sing a Longs. Die noch recht junge Band, welche sich 2009 gegründet hat, lässt sich allerdings nicht wie evtl. nun vermutet in die Epitaph/Fat Wreck Schiene packen. Zwecks Wiedererkennungswert haben sie ein feines Ass im Ärmel. Anstatt wie andere Bands des Genres mit Blödeleien oder Ska Parts aufwarten, ergänzt die von Monster Engery gesponserte Band ihren fröhlich aufmunternden Sound mit toughen Metalcore Parts.

    YouTube Preview Image

    Nach einer Single, zwei Videoclips und zahlreichen Live Shows warten Till We Drop nun mit ihrem Debüt -The Summer Triangle- auf, stellen stilistisch einiges auf den Kopf und sorgen für reichlich Überraschungen. Warmherzige popige Tunes laden zum Mitgröhlen und eine guten Zeit haben ein. Den richtigen Zeitpunkt treffen sie immer genau dann wenn es dem Hardcorekid zu seicht werden könnte und zelebrieren dort ein Soundgewitter aus toughen Gitarrenriffs in Perfektion. Auch wenn sich stellenweise der ein oder andere deftige Shout einschleicht ruht ihr Gesamtkonzept auf der Sonnenseite des Lebens. Till We Drop stellen die Szene gewaltig auf den Kopf und provozieren mit reichlich Spaß in den Backen durch die Blume hindurch.

    Metalcore muss nicht zwangsweise stumpf/brutal sein und genau an diesem Punkt packen mich Till we Drop und haben mit -The Summer Triangle- eine Niesche finden können.
    Gefällt mir …

    Tracklist:
    Tranzit
    Be Kind, please rewind
    B.R.O. (This one’s for our friend
    Forgive & forget
    Twenty two
    A sticky situation
    Introducing j. Pussy
    Such a blur
    Young and blind
    It’s been awhile

    Durchde


    Madison Affair – Teenage Time

    05.11.2011 - 08:46

    [2011 Acuity Music (a division of Let it Burn Records)]
    [www.myspace.com/madisonaffair]

    Was könnte herauskommen wenn Converge mit Hatebreed flirten und sich von Atari Teenage Riot produzieren ließen? Madisons Affair müsste eigentlich die Antwort aufs Experiment lauten.
    Die Berliner zelebrieren einen aus dem Metalcore hervorgehendes Industrial Soundgewitter.
    Schräger Post Core Deluxe mit zahlreichen Effekten, Elektronika und heftige Breaking offenbart das Album -Teenage Time- und macht mächtig Action. Die kurzen Partwechsel sorgen für ein organisiertes Chaos und wühlen gewaltigen Staub auf. Zu den heftigen Screams findet sich neben cleanen Gesangsvocals auch eine weibliche Gesangsstimme und erweitert den nicht selten stagnierenden Hardcorekosmos um interessante Aspekte. Mike Patton hätte sicherlich seine Freude an diesem avantgardistischen Sound und mögliche Einflüsse des Musikers blinzeln immer wieder durch.
    Schon nach den ersten Akkorden wird klar, um -Teenage Time- die Möglichkeit zur Entfaltung zu gewähren bedarf es sich von gebräuchlichen Songstrukturen zu lösen. Madison Affair präsentieren keinen leichten Stuff für zwischendurch, der anspruchsvolle Hörer darf sich allerdings auf ein komplexes Gerüst aus zahlreichen Experimenten freuen.
    Besonders schräg finde ich die verwebten popigen Gesangstunes oder z.B. die Fähigkeit ein simples Metal Solo so gekonnt in den komplexen Soundkosmos einzubauen, dass selbst mit schlichten Parts Aufmerksamkeit erlangt wird.

    -Teenage Time- ist der Open Minded Soundtrack 2011 fürs harte Gemüt. Einmal auf Madison Affair eingelassen wird man mit einem Soundkollektiv beglückt, welcher für offene Münder sorgen wird. Wahrlich schräge Vögel die Berliner…

    Tracklist:
    Intro
    New War
    Promised
    Teenage time
    Close to the edge
    Now leave
    Everything is endless
    Rainbow
    No lets be honest to the world
    You’ll better keep your eyes wide open

    Durchde


    The Southern Oracle – Hellwakening

    02.11.2011 - 21:27

    [2011 Let it Burn Records & Acuity Music (Digital Release)
    [www.myspace.com/thesouthernoraclehu]

    The Southern Oracle könnte dem ein oder anderen unter dem ehemaligen Namen Slaughter at the Engagement Party ein Begriff sein. Stilistische Veränderungen führte die Budapester dazu sich umzubenennen. Namentlich belieh man sich bei Michael Endes Unendliche Geschichte. Die Band eigene grafische Interpretation der Sphinx fällt hingegen um einiges düsterer aus, als die recht miserable filmische Umsetzung aus dem Bestseller Roman.
    Nach einem Demo und einer EP im Jahr 2010, welche ebenfalls auf der CD enthalten sind, erschien Ende Oktober mit -Hellwaking- das erste Full Lenght auf Let it Burn Records. Zu der Recordingsession im No Silence Studio in Ungarn lud man sich Gastmusiker von Darkest Hour und Bridge to Solace ein. Da mir bisher The Southern Oracle noch nicht bekannt waren, freue ich mich unbefangen mit -Hellwakening- einzusteigen und bin gespannt was mich in der nächsten dreiviertel Stunde erwartet….

    The Southern Oracle kommen nach einem deftigen Scream gleich zur Sache. Brutaler metallischer Hardcore in Perfektion lässt schon vor dem ersten Blastpart erkennen, dass man eine Vorliebe für Death und Grind Core hat. Wie die Gewalt eines tosenden Gewitters reißt das brutale Moshing alles aus den Grundfesten und macht deutlich, dass im Metalcore Genre in Sachen Härte noch einiges möglich ist. Äußerst heftig schießen rasend schnelle Knüppel Parts durch den Gehörgang und fegen den letzen Zweifler weg, dass wir es hier mit einer möglichen Eintagsfliege zu tun hätten. Die Jungs wollen es wissen und fahren einen breiten und dermaßen bombastischen Sound auf, ohne Rücksicht auf Verluste. Mich erinnert das ganze ein wenig an Carcass und alte Napalm Death im Metal Core Verschnitt. Atemberaubende Solos, derbe Fills an den Gitarren und ebenso kurze gesprochene Parts bereichern den komplexen Sound auf -Hellwakening- ohne ihn zu überfrachten. Puhhh mir bleibt die Spuke weg! An allen Ecken lauern kleine Überraschungen und man zeigt sich in den melodischen Interludes wandelbar.

    Einen deftigen Sound bin ich ja vom Münchner Label gewöhnt, aber mit solch einem alles vernichtenden Sound hätte ich dann doch nicht gerechnet…

    Tracklist:

    Hell wakening Album:
    Allnighters
    Sineater
    I am cerberus
    Monument
    Scarlet & gold
    Bring the children home
    The ghost key
    Scavengers
    Fear comes in waves
    Hellwakening

    Demo 2010:
    Let the slaughter begin
    Secrecy

    I killed eveeryone will you marry me EP 2010:
    If it makes you feel better…
    Hang’em in the front yard
    Horror choir of the crows
    Thispit got deeper
    Rest in pieces
    Traitor holocaust

    Durchde